Nach neuen Kinderarbeit-Vorwürfen prüft Samsung Zulieferer in China

Erneut haben Menschenrechtler bei einem Zulieferer Kinderarbeit aufgespürt. Einige Kinder arbeiteten ohne Arbeitsvertrag elf Stunden pro Tag und würden nur für zehn Stunden bezahlt.

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  • dpa

Samsung will neuen Vorwürfen zu Kinderarbeit bei einem Zulieferer in China nachgehen. Der Smartphone-Weltmarktführer werde "angemessene Maßnahmen gemäß unserer Politik ergreifen, jede Kinderarbeit bei unserer Zulieferern zu verhindern".

Kinder bauen Samsung-Smartphones zusammen

(Bild: CLW )

Samsung reagierte damit auf einen Bericht der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch (CLW), wonach in einer Fabrik von Shinyang Electronics in Dongguan im Südosten Chinas "einige Kinder ohne Arbeitsvertrag elf Stunden pro Tag arbeiten und nur für zehn Stunden bezahlt werden". Die Kinder arbeiteten für gewöhnlich während der Hauptsaison und bei dringendem Bedarf drei bis sechs Monate. CLW wirft Samsung vor, die eigenen Verhaltensregeln nach wie vor nicht umzusetzen. Als Folge davon nähmen seine Zulieferer diese Standards nicht ernst.

Samsung führt eigenen Angaben zufolge regelmäßig Inspektionen bei seinen Zulieferern durch. Bei Inspektionen im vergangenen Jahr bei Shinyang und der jüngsten im vergangenen Monat seien keine Fälle von Kinderarbeit aufgedeckt worden. Nach Kinderarbeit-Vorwürfen 2012 hatte Samsung angekündigt, seine Zulieferer aufzufordern, die Überprüfung der Identität beim Einstellungsprozess zu verschärfen. (anw)