EU-Kartellstrafe: Telefónica muss 152 Millionen Euro zahlen
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass der spanische Konzern eine 2007 verhängte Strafe zahlen muss.
Telefónica ist mit seinem juristischen Versuch gescheitert, eine Millionenstrafe der EU-Kommission abzuwehren. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Rechtsmittel von Telefónica und Telefónica de España zurückgewiesen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der spanische Konzern muss demnach die 2007 in einem Kartellverfahren verhängte Strafe von 152 Millionen Euro zahlen.
Die EU-Kommission hatte auf eine Beschwere entschieden, dass Telefónica von September 2001 bis Dezember 2006 seine beherrschende Stellung missbraucht habe, indem das Unternehmen von seinen Konkurrenten unfaire Preise auf dem Breitbandmarkt verlangt habe. Es habe eine "Kosten-Preis-Schere" zwischen den Preisen für einen Breitbandzugang auf dem spanischen "Massenmarkt" und den Preisen für den Großkunden-Breitbandzugang auf regionaler und nationaler Ebene gegeben. Das sei ein eindeutiger Missbrauch durch ein Unternehmen gewesen, das ein faktisches Monopol innehabe. (anw)