Apps als Kunst: Preis für kreative Entwickler
Zeit, Raum, Chaos, Licht und Klang – die App als Medium für Kunst und existenzielle Erfahrungen. Das Karlsruher ZKM hat vier Entwicklungen mit den "AppArtAwards" gewürdigt.
- dpa
Vier besonders kreative Apps sind am Freitag mit den "AppArtAwards" des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte "inhaltliche Komplexität, Mut zum Experiment und innovative Interface-Lösungen" der 112 eingereichten Anwendungen aus 22 Ländern. Zwischen Wissenschaft und Kunst sei das "kreative Potenzial des Mediums App voll ausgeschöpft" worden.
Den Künstlerischen Innovationspreis erhielt das für iPhone und iPad entwickelte Programm Last Clock, das das Vergehen von Sekunden, Minuten und Stunden mit den Live-Bildern der im Gerät integrierten Kamera darstellt. Die Video-Uhr wurde von Jussi Ängeslevä, Ross Cooper und Danqing Shi entwickelt. Die App verbinde "Menschen und Räume in die Zeit hinein und darüber hinaus", erklärte die Jury.
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Den Sonderpreis "Art & Science" gewann Ernst Uys mit der iOS-App Sablo, die das Chaos und die Komplexität der Natur in ein grafisches Modell überträgt. Den Preis in der Kategorie "Crowd Art" erhielten Daniel Becker, Michael König, David Murmann und Alexander Rechberg mit ihrer Web-App "LASACT" – hier können mehrere Nutzer die Projektion einer Lichtskulptur auf eine Fassade beeinflussen. Den vierten Preis in der Kategorie Sound Art erhielten Gaël Bertrand und Gaëtan Libertiaux für die iOS-App GeometricMusic, die Klänge als
geometrische Formen darstellt.
Die AppArtAwards sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Der Wettbewerb wurde von mehreren Firmen und dem Bundesbildungsministerium unterstützt.
[Update 14.07.2014 12:30 Uhr] Zu den Entwicklern der Licht- und Sound-Installation Lasact gehört auch der Musiker Adrian Rennertz. (lbe)