Xbox Entertainment: Microsoft begräbt TV-Serienpläne

Noch ist keine der Produktionen erschienen, da ist Microsofts Ausflug ins Showbusiness auch schon wieder vorbei: CEO Nadella schließt Xbox Entertainment Studios. Halo-Fans können aber aufatmen.

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Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung unter dem neuen CEO Satya Nadella begräbt Microsoft auch seine TV-Pläne. Die erst im vergangenen Jahr unter dem Dach der Xbox-Marke aufgebaute Fernsehproduktion wird eingestellt, berichtet Re/Code. Laufende Produktionen wie die Dokumentarserie "Signal to Noise" und zwei Halo-Projekte sollen noch vollendet werden, schreibt Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer in einem Memo an die Mitarbeiter. An Standorten in Kalifornien und im kanadischen Vancouver sind derzeit noch rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Microsoft hatte im September 2012 die ehemalige CBS-Fernsehchefin Nancy Tellem mit dem Aufbau von Xbox Entertainment Studios beauftragt. Tellem sollte Unterhaltungsformate und Serien für die Xbox-Plattform entwickeln. Doch sollte das Projekt nie richtig abheben. Zwar konnte Tellem im Mai 2013 mit Steven Spielberg und Ridley Scott zwei Hollywood-Veteranen für ihre Halo-Projekte gewinnen, seither aber wenig Fortschritte vorweisen. Tellem war von Steve Ballmer zu Microsoft geholt worden, der wenig später seinen Rückzug ankündigte. Auch der damalige Xbox-Chef ist nicht mehr da.

Die Spielberg-Serie soll nun im Herbst erscheinen, wenn das Spiel "Halo 5: Guardians" auf den Markt kommt. Auch das zweite Halo-Franchise "Halo: Nightfall", das zusammen mit Ridley Scotts Produktionsfirma realisiert wird, soll fertiggestellt werden und im November zusammen mit der Spielesammlung "The Master Chief Collection" erscheinen. Auch mit der Doku-Serie "Signal to Noise", die sich mit dem Auf und Ab der US-Computerspielbranche beschäftigt, soll es weitergehen.

Immerhin hat Microsoft mit seinem kurzen Ausflug ins Showbusiness einen kleinen Eintrag ins große Buch der Computergeschichte geschafft: Für den ersten Teil von Signal to Noise hatten sich die Filmemacher auf die Spuren einer Legende begeben. Sie suchten nach zigtausenden Cartridges des berühmt-berüchtigten Computerspiels "E.T.", die Atari angeblich irgendwo in der Wüste verbuddeln ließ – und wurden fündig.

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(vbr)