17 Jahre in Apples Board: Campbell über Jobs und Cook
In einem Interview erzählt Bill "Coach" Campbell über seine Zeit bei Apple, über seinen Nachbarn Steve Jobs und den neuen CEO Tim Cook.
(Bild: Intuit)
Bill Campbell hat Apples Board of Directors verlassen – vor 17 Jahren hatte ihn Steve Jobs nach der Rückkehr in das Unternehmen in den Verwaltungsrat geholt. Jobs, der neben Campbell in Palo Alto wohnte, sei öfters einfach in seinen Garten gekommen und habe sich an den Pool gesetzt, erzählt Campbell in einem Interview mit Fortune. Beide kannten sich seit den frühen 80er Jahren, Campbell war damals Marketing-Chef bei Apple.
Das Klima im Board of Directors sei nach Jobs' Rückkehr weniger formell gewesen als heute, betont Campbell. Alle Mitglieder, darunter auch Larry Ellison, hätten sich bei sämtlichen Themen engagiert. Nach dem Rauswurf des damaligen Google-Chefs Eric Schmidt aus Apples Board geriet Campbell mit Jobs in Konflikt, da er zugleich dem Android-Hersteller beratend zur Seite stand. Der verstorbene Apple-Chef habe ihn angeschrien: "Wenn Du ihnen hilfst, schadest Du mir" – "Ich kann kein HTML, ich helfe ihnen nur ihre Firma besser zu führen", habe er entgegnet. Campbell nahm beide Rollen über mehrere Jahre gleichzeitig wahr.
Es gebe nun eine ganze Reihe neuer und cleverer Leute, die das Ruder bei Apple übernommen haben, betont Campbell – man sehe, wie der Konzern erwachsen wird, Apple sei eine Institution. Den neuen Chef Tim Cook charakterisierte das langjährige Board-Mitglied als "ruhig und überlegt" – er setze sich intensiv mit Dingen auseinander, denke darüber nach, treffe eine Entscheidung und schreite dann zur nächsten Angelegenheit weiter. (lbe)