Leistungsverästelung
Der Sportwagen von Acura/Honda, der im Juni 2014 beim Goodwood Festival of Speed als Prototyp zu sehen war, fährt zur Zeit als Honda NSX in Erprobung auf dem Nürburgring. Soweit erkennbar, wird das Serienmodell so aussehen wie das Concept Car
- Henry Dinger
Nürburg, 23. Juli 2014 – Der Acura/Honda NSX Prototyp, der im Juni 2014 beim Goodwood Festival of Speed zu sehen war, fährt zur Zeit als Honda NSX in Erprobung auf dem Nürburgring. Soweit die Tarnung des Erlkönig-Modells erkennen lässt, wird es in Serie so aussehen wie das Concept Car. Vermutlich wird der NSX unter dem Markennamen Acura auf der Automesse in Detroit erstmals vorgestellt, auf dem Genfer Autosalon im März 2015 soll das Auto dann als Honda NSX für Europa stehen.
Torque Vectoring mit zwei E-Motoren an einer Achse
Das erste NSX-Konzept stand bereits im Januar 2012 auf der Messe in Detroit. Sein V6-Ottomotor mit Direkteinspritzung und doppelter Aufladung ist über ein Doppelkupplungsgetriebe mit einer E-Maschine verbunden. Zwei zusätzliche Elektromotoren an der Vorderachse verhelfen dem NSX zu einem Allradantrieb mit Torque Vectoring, bei dem Honda ja zu den Pionieren gehört. Diese Leistungsverästelung in so hoher Auflösung wird also letztlich nicht nur dem NEFZ-Wert, sondern auch der Fahrdynamik dienen.
Leistungsverästelung (14 Bilder)

Der Honda NSX wird derzeit auf dem Nürburgring erprobt.
Technische Daten und Leistungsangaben wurden noch nicht kommuniziert. Der V6 im NSX wird wohl um die 350 PS erreichen, als Systemleistung sind deutlich über 500 PS denkbar. Das käme an das Niveau von Mittelmotor-Autos wie Ferrari 458 Italia mit 570 PS oder McLaren 650S mit 650 PS heran.
Der neue NSX tritt ein spannendes Erbe an. Sein Vorgänger wurde in verschiedenen Ausführungen zwischen 1990 und 2005 gebaut. In der letzten Auflage erreichte sein 3,2-Liter-V6 280 PS, die Spitze lag bei über 270 km/h. Es bleibt die Frage, wie viel der Neue kosten wird - denkbar sind weit über 100.000 Euro. (imp)