Vodafone sieht sich trotz UmsatzeinbuĂźen auf Kurs

Der Netzbetreiber Vodafone freut sich im Kabelgeschäft über wachsende Kundenzahlen. Den Umsatzschwund konnte die deutsche Tochter des britischen Netzriesen aber kaum abfedern. Auch die Mutter hat schon bessere Zeiten gesehen.

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Netzbetreiber Vodafone verzeichnet in Deutschland trotz steigender Kundenzahlen weiter sinkende Umsätze. Der Gesamtumsatz im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres ging um 5,2 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten schrumpfte um 4,9 Prozent und damit nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahresabschnitt. Dabei blieben die Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorquartal stabil.

In der Konzernzentrale von Vodafone in DĂĽsseldorf ist man zuversichtlich.

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

Der Serviceumsatz im Mobilfunkbereich ging bei Vodafone Deutschland im Jahresvergleich um 5,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zurĂĽck, blieb im Vergleich zum Vorquartal aber stabil. Der Kundenstamm schrumpfte um rund 1 Prozent auf 31,94 Millionen AnschlĂĽsse. Der durchschnittliche Umsatz pro Mobilfunkkunde schrumpfte von 15,79 Euro im Vorjahr auf 15,05 Euro, lag damit aber wieder leicht ĂĽber dem Wert des Vorquartals (14,90 Euro).

Im Festnetzbereich profitiert Vodafone vor allem von der Übernahme von Kabel Deutschland. Das Umsatzplus von einem knappen Prozent auf 946 Millionen Euro im Festnetzbereich geht auf das Konto der neuen Kabeltochter, die den Rückgang im DSL-Bereich mehr als ausgleichen konnte. Kabel Deutschland konnte auch bei der Anzahl der Kunden weiter zulegen, während Vodafone im DSL-Bereich Kunden verliert.

"Der Blick auf die vergangen Quartale bestätigt unsere Strategie", erklärt Vodafones Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum. "Unsere Investitionen in bessere Angebote, besseren Service und ein besseres Netz zahlen sich aus. Wir gewinnen weiter Vertragskunden, wir stabilisieren unsere Umsätze – und führen unser Netz zurück zu alter Stärke."

Die britische Konzermutter hat unterdessen weiter mit der schwachen Entwicklung in Europa zu kämpfen. Einbußen verbuchten die Briten vor allem auf Märkten wie Spanien und Italien. Der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 (30. Juni) ging um 4,4 Prozent auf 10,2 Milliarden britische Pfund zurück, wie der Konzern am Freitag in London mitteilte. Vodafone rechnet dabei unter anderem Währungseffekte heraus. Im Vorquartal hatte der Rückgang noch 4,0 Prozent betragen. (vbr)