Musik-Streaming: Napster zählt zwei Millionen zahlende Nutzer

Die Mutterfirma Rhapsody beschleunigt im schärfer werdenden Wettbewerb ihre internationale Expansion. So kommt der zunächst in den USA eingeführte Internet-Radiodienst UnRadio mit dem Start in Frankreich nach Europa.

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  • dpa

Der Musik-Streamingdienst Napster hat zusammen mit der Dachmarke Rhapsody nach eigenen Angaben die Schwelle von zwei Millionen zahlenden Nutzern überschritten. Die Mutterfirma beschleunigt im schärfer werdenden Wettbewerb ihre internationale Expansion. So kommt der zunächst in den USA eingeführte Internet-Radiodienst UnRadio mit dem Start in Frankreich nach Europa. Eine weitere Schwerpunkt-Region ist Lateinamerika, wie Europachef Thorsten Schliesche der dpa sagte.

Der Rhapsody-Dienst unRadion kommt auch nach Europa

(Bild: rhapsody.com)

Unter dem Namen Napster agierte Ende der 90er Jahre eine Musiktauschbörse, die Plattenfirmen Angst einjagte. Nachdem es der Musikindustrie gelang, Napster in die Knie zu zwingen, wechselte der Name mehrere Besitzer. Schließlich wurde die Marke von Rhapsody gekauft, die schon vor über zehn Jahren auf Musik-Streaming aus dem Netz gesetzt hatte. Rhapsody lässt unter dem Namen Napster das internationale Geschäft laufen.

Mit zwei Millionen zahlenden Nutzern sind Rhapsody und Napster deutlich kleiner als der aktuelle Marktführer Spotify. Die schwedische Firma kam nach jüngsten Zahlen auf 10 Millionen kostenpflichtige Abos und 30 Millionen Gratis-Nutzer. Außerdem stoßen auch die Schwergewichte der Internet-Branche in das Geschäft vor. So kaufte Apple die Kopfhörer-Firma Beats, zu der ein Streaming-Dienst gehört. Amazon hat mittlerweile ein Angebot für Prime-Nutzer und Google hat den Musikstreamer Songza übernommen, arbeitet angeblich an einem Abo-Dienst auf Basis der Videoplattform YouTube. (anw)