Trotzt Wind und Wetter: Olympus µ-Tough 8000 im Test
Nicht nur für den Strand- und Badeurlaub empfiehlt sich eine wasserdichte Kamera wie die Olympus µ-Tough 8000: In der kalten Jahreszeit wird sie dank besonderer Robustheit selbst hochalpine Ski-Stunts klaglos überstehen.
- Carsten Meyer
Den mehrteiligen, martialisch verschraubten Edelstahlmantel der Olympus µ-Tough 8000 bezeichnet man besser als Panzer denn als Gehäuse – trotzdem ist die Kamera noch angenehm klein und handlich. Mit der 8000er kann man sogar eine Stunde lang 10 m tief tauchen, zudem soll sie Stürze aus 2 m Höhe innerlich unbeschadet überstehen. Das Gehäuse hält Belastungen bis 100 kg stand – auch kräftig gebaute Zeitgenossen dürfen sie in der Gesäßtasche aufbewahren, ohne dass sie versehentlich zerdrückt wird. Bemerkenswert gut ist die Verarbeitung bei Details wie den Klappendeckeln von Akkufach und USB-Anschluss. Der ist leider eine Sonderausführung, da er auch mit den A/V-Signalen belegt ist – hier passen nur die beigelegten Kabel. Erstaunlicherweise lässt sich der Akku auch falsch herum einsetzen; die Kamera erleidet dadurch keinen Schaden, bleibt dann aber leblos.
Die Schutzverglasung des scharfen und flackerfreien 2,7-Zoll-Displays ist recht kratzfest. Die Menüführung wurde gegenüber der alten µ-Serie stark überarbeitet: Bunte Icons sollen jetzt den Navigations-Einstieg erleichtern, auch die Menüeinträge sind nun leichter zu finden. Die guten Makro-Fähigkeiten werden durch eine helle weiße Nahbeleuchtungs-LED unterstützt; ein Autofokus-Hilfslicht besitzt die Kamera aber nicht. Auch bei ausgeschalteter Kamera kann man die Uhrzeit aufs Display holen, selbst eine Weckfunktion wurde nicht vergessen. Die Ausstattung ergänzt ein kalibrierbares Barometer mit Höhen-Anzeige. Wie beim Vorgänger 1030 SW lässt sich die Kamera auch durch "Klopfen" an die Schmalseiten grundbedienen, was zum Beispiel die Bedienung mit Handschuhen erleichtert.
Hermetische Kamera-Gehäuse lassen sich natürlich leichter verwirklichen, wenn keine Objektive ausfahren müssen: Das Testgerät ist deshalb mit einer (konstruktionsbedingt nicht sonderlich lichtstarken) Winkeloptik ausgestattet, wie man sie oft bei ultrakompakten Edel-Modellen findet. Das bringt natürlich für den gemessen an seiner 12-Megapixel-Auflösung winzigen 1/2,3-Zoll-Sensor verschärfte Bedingungen mit sich. Immerhin wurde er durch eine Shift-Mechanik bildstabilisiert, so dass man durch Wahl einer längere Belichtungszeiten der Rauschfreudigkeit entgegentreten kann – dazu mehr auf der nächsten Seite.