Sun reagiert auf Windows 2000 und Linux

Suns Solaris 8 soll kostenlos und mit Quelltext erhältlich sein.

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Sun Microsystems will am Mittwoch die neue Version des hauseigenen Betriebssystems, Solaris 8, offiziell vorstellen -- und hat nach Berichten aus den USA einen überraschenden Coup vor: Für das Betriebssystem sollen zukünftig keine Lizenzgebühren mehr fällig werden. Außerdem möchte Sun den Quellcode der neuen Version verfügbar machen.

Ein solcher Schritt wĂĽrde sich gleich gegen zwei Konkurrenten richten: Zum einen will Sun natĂĽrlich dem Erzrivalen Microsoft und dessen Windows 2000 die Show stehlen. Zum anderen reagiert Sun damit aber auch auf die steigende Beliebtheit von Linux. Das Open-Source-System hat gerade im wichtigen Bereich der Internet-Server Solaris bereits den Rang als Plattform der Wahl abgelaufen.

Sun-Chef Scott McNealy predigt schon seit geraumer Zeit, dass sein Geschäftsmodell nicht auf dem Verkauf von Software beruhe: Software sei ein Service, der kostenlos sein sollte. Spekulationen über einen Umstieg auf Linux, das auch auf Suns SPARC und Intels Merced läuft, erteilte Präsident Ed Zander letzte Woche jedoch eine klare Absage. Anders als HP und IBM stecke Sun auch weiterhin sein gesamtes Entwicklungsbudget in Solaris, beteuert Zander.

Solaris 8 soll zur gleichen Zeit wie Windows 2000 ab Februar 2000 ausgeliefert werden. (ju)