Femtozelle à la Hutchison, oder WLAN statt 3G

Wer mit Netzbetreibermanagern redet, hört immer wieder von den "magischen Eigenschaften von Femtozellen". Die winzigen Transmitterlein haben es bisher nicht wirklich in den Massenmarkt geschafft, weshalb Hutchison nun flankierend eingreift.

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Von
  • Tam Hanna

Wer mit Netzbetreibermanagern redet, hört immer wieder von den "magischen Eigenschaften von Femtozellen". Die winzigen Transmitterlein haben es bisher nicht wirklich in den Massenmarkt geschafft, weshalb Hutchison nun flankierend eingreift.

Kunden des britischen Ablegers des Netzbetreibers können ihre Handys ab sofort mit einer als Three inTouch bezeichneten Applikation versehen. Dabei handelt es sich um eine spezielle App, die per WLAN Kontakt mit dem Netzwerk von Drei aufnimmt.

Wenn die Netzabdeckung des Telefons schlecht ist (oder die Zelle unter Überlastung leidet), kommen Anrufe und SMS fortan über WiFi zum Endgerät. Anrufe an andere Geräte wandern auf demselben Weg ins Backend von Hutchison, von wo sie "wie gewohnt" weitervermittelt werden.

Die besondere Genialität dieser Lösung liegt darin, dass Hutchison die Fakturierung direkt über die Handyrechnung vornimmt. Ein per WiFi geführter Festnetzanruf wird vom im Vertrag enthaltenen Volumen abgebucht, zusätzliche Kosten fallen nicht an.

Längerfristig wäre es vorstellbar, Kunden durch das Verschenken von Gesprächszeit zum Freigeben ihrer Access Points zu animieren. Auf diese Art und Weise könnte das in Hongkong ansässige Unternehmen seine Netzabdeckung wesentlich erweitern, ohne dabei selbst in finanzielle Vorleistung gehen zu müssen. ()