Frau verklagt Facebook wegen gefälschter Nacktbilder auf Fake-Account

Ihr Ex-Freund hatte ein gefälschtes Facebook-Profil unter ihrem Namen eröffnet und dort ebenso gefälschte Nacktfotos eingestellt. Dafür verlangt die Klägerin nun 123 Millionen US-Dollar.

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Eine Frau aus dem texanischen Houston verlangt von Facebook und ihrem ehemaligen Freund 123 Millionen US-Dollar. Sie ist vor das Gericht des Harris County in Houston gezogen, weil ihr Ex-Freund in dem sozialen Netzwerk ein gefälschtes Profil mit ihrem Namen eröffnet und dort Nackfotos eingestellt hatte; bei diesen Fotos hatte er beliebige Körper mit dem Porträt der Klägerin montiert. Auf einem der Fotos sei eine Frau in einer pornografischen Pose abgebildet, berichtet das Fachmagazin Texas Lawyer.

Saal im Zivilgericht von Harris County in Houston

(Bild: justex.net )

Die Klägerin sieht sich durch das Fake-Profil und die Fotos herabgewürdigt und in falschem Licht dargestellt. Sie sei nicht derart sexuell offensiv, wie dort der Anschein erweckt worden sei.

Die Klägerin war im Dezember 2013 auf das Profil gestoßen und hatte die Polizei informiert. Diese hatte sich an Facebook gewandt, das die Profilseite Mitte Februar dieses Jahres entfernte. Die Klägerin meint, Facebook habe falsche Datenschutzversprechen abgegeben und sei nicht angemessen seinen Verpflichtungen nachgekommen. Die geforderte Schadenersatzsumme errechnet sich aus der Multiplikation von 10 US-Cent mit den angenommenen 1,23 Milliarden Mitgliedern des sozialen Netzwerks.

Beobachter räumen der Klägerin gegenüber Facebook sehr geringe Erfolgschancen ein. Durch den Communications Decency Act (CDA) sei Facebook von der Verantwortung für Handlungen einzelner Nutzer ausgenommen. (anw)