Innenräume fotografieren: Das Motiv

Die Innenraum- oder Interieurfotografie folgt eigenen Gesetzen, die besondere Herausforderungen zur Folge haben. Der Workshop erklärt, was bei der Motivsuche zu beachten ist, wie man Innenräume gekonnt in Szene setzt und wie man mit speziellen Lichtsituationen umgeht.

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Lesezeit: 11 Min.
Von
  • Adrian Schulz
Inhaltsverzeichnis

Die Suche nach einem geeigneten Motiv gestaltet sich für Hobbyfotografen in der Innenraumfotografie auf den ersten Blick etwas schwieriger als bei Architekturaufnahmen unter freiem Himmel: Generell sind weit weniger Räume zugleich fotografisch interessant und frei zugänglich. Trotz dieser Einschränkung mangelt es nicht wirklich an Motiven, denn für eine gelungene Aufnahme ist nicht die Beschaffenheit des Raums entscheidend. Bei geschickter Umsetzung entstehen selbst in unattraktiven Räumen wie einem Kellergewölbe oder einem Dachboden sehr spannungsvolle Innenraumaufnahmen. So führt in unserem Beispielbild die Kombination aus dem unberührten, teilweise verwitterten Dachraum und der besonderen Raumkonstellation zu einer ungewöhnlichen, eher abstrakten Bildwirkung.

Nicht die Beschaffenheit des Motivs, sondern die bildliche Umsetzung ist für die Qualität einer Innenraumaufnahme entscheidend.

(Bild: Adrian Schulz)

Das von außen einfallende Licht sowie der eingestaubte Stuhl verstärken diese noch. Ähnliche Motive findet man in verfallenden Gebäuden wie einem alten Bahnschuppen, einer ehemaligen Fabrik oder einer verlassenen Klinik, wo es eine große Motivvielfalt und viele spannungsvolle Details zu entdecken gibt. Besonders Museen, Kirchen und Schlösser, aber auch Konzertgebäude oder andere öffentliche Gebäude üben mit ihrer auch innen beeindruckenden Architektur ebenfalls eine große Faszination auf viele Fotografen aus.

Die Gebäudestruktur ist bei Innenaufnahmen jedoch selten alleiniges Hauptmotiv, Architektur und Inneneinrichtung wirken zusammen. Während man in öffentlichen Gebäuden fast immer eine auf das Notwendigste reduzierte Inneneinrichtung antrifft, sieht das in einem privaten Raum meist ganz anders aus: Neben den architektonischen Elementen spielen die Einrichtungsgegenstände eine mehr oder weniger große Rolle im Bildaufbau. Im Aufmacherbild haben die teilweise sehr farbintensiven Einrichtungsgegenstände Möbel, Lampen und Pflanzen gegenüber den beiden im Raum stehenden Stützen und dem runden Fenster einen großen Einfluss auf die Bildstimmung, die Einrichtungsgegenstände nehmen eine vergleichbare Wichtigkeit im Bildaufbau ein.

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