AOL: Aktienvergabe ist Sache von T-Online

Im Streit um die bevorzugte Aktienzuteilung für T-Online-Kunden räumt AOL ein, keinen Einfluss auf das Vergabeverfahren nehmen zu wollen.

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Im Streit um die bevorzugte Aktienzuteilung für T-Online-Kunden, die an einer Fragebogenaktion teilgenommen haben, räumt AOL ein, keinen Einfluss auf das Vergabeverfahren nehmen zu wollen. AOL-Geschäftsführer Uwe Heddendorp sagte am Sonntag: "Ob und wie T-Online seine Aktien an die eigenen Kunden verteilt, ist ausschließlich Sache von T-Online." Unakzeptabel und rechtlich nicht zulässig sei hingegen die massive Werbekampagne gewesen, mit der T-Online Neukunden habe gewinnen wollen.

"Wenn T-Online tatsächlich seine eigenen Bestandskunden bevorzugen will, hätte man dies per E-Mail oder über www.t-online.de direkt an die Kunden kommunizieren können. Mit der massiven Werbekampagne und dem Aktienversprechen sollten aber gezielt Nutzer anderer Online-Dienste angesprochen werden," erklärte Heddendorp. Diesem Vorwurf waren die Landgerichte in Hamburg und Düsseldorf gefolgt und hatten einstweilige Verfügungen gegen die T-Online-Aktion erlassen. Heute findet um 12 Uhr vor dem Landgericht Düsseldorf dazu eine mündliche Verhandlung statt.

"Dass T-Online auch nach schriftlicher Klarstellung unsererseits AOL öffentlich in teuren, ganzseitigen Tageszeitungsanzeigen der Missgunst bezichtigt, unterstreicht den wettbewerbsfeindlichen Charakter der Kampagne noch einmal nachdrücklich", klagte Heddendrop. Am Wochenende hatte T-Online in großen Tageszeitungen Anzeigen platziert und seine Kunden aufgerufen, sich telefonisch oder per Fax bei AOL zu beschweren. (ad)