Fraunhofer will Rechte an digitaler Musik schützen
Das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und InterTrust wollen zukünftig gemeinsam kopiergeschützte Audiokomponenten entwickeln.
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen und InterTrust, ein Anbieter von Systemen für Digital Rights Management (DRM), haben vereinbart, zukünftig gemeinsam DRM-fähige Audiokomponenten und -anwendungen zu entwickeln. Man wolle die Kodierungsverfahren von Fraunhofer, etwa MP3, mit der DRM-Technik von InterTrust kombinieren. DRM-Techniken sind dafür gedacht, die Distribution von Inhalten sowohl über das Internet als auch in anderen, digitalen Formen vor illegaler Nutzung abzusichern.
Die neuen Komponenten und Anwendungen sollen im Rahmen der von InterTrust ins Leben gerufenen OpenRights-Initiative vertrieben werden. Ziel dieser Initiative ist es, Programm-Komponenten wie beispielsweise das Abspielsystem von Xaudio bereitzustellen, die in Multimedia-Anwendungen zum Einsatz kommen und über eine Standardschnittstelle mit einem DRM-System kombiniert werden können. Programm-Komponenten der OpenRights-Initiative müssen frei verfügbar sein und erhalten eine so genannte MetaTrust-Zertifizierung.
Sowohl das Fraunhofer Institut als auch InterTrust betonen das Potenzial der Verbreitung von Musik in digitalen Formaten. Dass aus der OpenRights-Initiative ein neuer Standard für digitalisierte, urheberrechtlich geschützte Musik hervorgeht, hofft Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer Institut. Talal Shamoon von InterTrust will durch die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut eine Grundlage schaffen, "auf der die Musikindustrie aufbauen kann". (chr)