NDN-Konsortium will Internet-Protokoll ablösen

Im "Named Data Network"-Konsortium haben sich auf Initiative der US National Science Foundation Cisco, Verisign, Panasonic und eine Reihe von Universitäten zusammengeschlossen, um einen IP-Nachfolger zu kreieren.

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Von
  • JĂĽrgen Seeger

Die Initiative ging von der US National Science Foundation aus, die 2010 ein Projekt startete, um einen Nachfolger für das in die Jahre gekommene Internet-Protokoll zu entwickeln. Nun haben sich im NDN-Konsortium (Named Data Networking) Cisco, Verisign und Panasonic sowie eine Reihe europäischer, amerikanischer und asiatischer Hochschulen zusammengeschlossen und in einem ersten Arbeitspapier die Ziele ihrer Arbeit dargelegt.

Ein großer Nachteil des derzeitigen Internet-Protokolls sei die, historisch bedingte, Fokussierung auf Kommunikation und damit verbunden auf die Endpunkte respektive die Lokalität der Teilnehmer. Heute müsse es aber um die übermittelten Daten für Benutzer und Anwendungen gehen. Darum soll Named Data Networking (NDN) eine neue Internet-Architektur begründen. Im Rahmen des Konsortiums soll erforscht werden, welche Folgen eine solche Änderung für Routing, Sicherheit und so fort hätte. Dazu will man Testszenarien aufbauem, Simulationen und die nötigen kommunikationstheoretischen Grundlagen entwickeln.

Statt der knotenorientierten IP-Architektur (links) soll NDN eine datenzentrierte Schichtenmodellierung bringen rechts).

(Bild: NDN)

Zeit dazu ist erst einmal bis 2016, dann laufen die NSF-Mittel aus. Angesichts des finanziellen Potentials der Konsortiumsmitglieder sollte Geld aber das letzte sein, an dem das Vorhaben scheitert.

(js)