Banken fühlen sich fit fürs Jahr 2000
Die deutsche Kreditwirtschaft gibt wenige Wochen vor dem Jahreswechsel Entwarnung: die Finanzinstitute seien bestens vorbereitet.
Die deutsche Kreditwirtschaft gibt wenige Wochen vor dem Jahreswechsel 2000 Entwarnung: Bankkunden müssten sich um ihre Spareinlagen und Wertpapierdepots keine Sorgen machen -- die Finanzinstitute seien mit ihren Computersystemen bestens auf den problematischen Datumssprung vorbereitet. Dies bekräftigten Bankenvertreter und die Deutsche Börse am Mittwoch in Frankfurt.
Die Zahlungssysteme der Finanzwelt haben nach Darstellung der Experten mehrere Tests bestanden. Bankguthaben und andere Finanzdaten könnten nicht im Dateidickicht der Rechner verschwinden. Mehr als zehn Milliarden DM habe die deutsche Kreditwirtschaft investiert, um ihre Systeme für den Sprung ins neue Millennium fit zu machen.
Auch die Deutsche Bundesbank sieht keinen Grund zu Sorge. In den Kellern der Zentralbank lagerte genügend Bargeld für Notfälle, versicherte ihr Direktoriumsmitglied Wendelin Hartmann. Deshalb solle kein Bankkunde an den Tagen um Silvester mehr von seinem Konto abheben als sonst.
Geldautomaten und Drucker für Kontoauszüge könnten bei den Instituten auch zum Jahreswechsel rund um die Uhr benutzt werden. Auch via Internet seien Transaktionen über das Bankkonto möglich. Pannen -- etwa bei einem Stromausfall -- können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden, räumten die Banken ein. Die Grundversorgung der Kunden im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft sei aber in jedem Fall gesichert. (cp)