Freud und Leid: Ergebnisse von nVidia und 3dfx
Sehr unterschiedlich fielen die Quartalsergebnisse der beiden Grafikchipspezialisten nVidia und 3Dfx aus.
Sehr unterschiedlich fielen die Quartalsergebnisse der beiden Grafikchipspezialisten nVidia und 3dfx aus. Während nVidia mit seinen TNT-Bausteinen ein glänzendes Geschäft machte, verhagelte die Übernahme des Grafikkartenherstellers STB dem Voodoo-Chip-Hersteller 3Dfx die Bilanz.
Die konkreten Zahlen: nVidia erzielte im zweiten Quartal 1999 einen Umsatz von 78 Millionen US-Dollar, fast fünfeinhalb mal mehr als im Vorjahreszeitraum; der Gewinn kletterte auf 6,7 Millionen Dollar. Vor einem Jahr erreichte man magere 12,1 Millionen Dollar Umsatz und stand mit 9,7 Millionen Dollar Verlusten da. Zusätzlich zum wirtschaftlichen Erfolg kann sich nVidia derzeit als der technologisch führende Hersteller fühlen: Der TNT2-Chip genießt hohes Ansehen, sein Nachfolger NV10 soll noch in diesem Jahr erscheinen.
Ganz anders sieht die Welt für 3dfx aus: Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum zweiten Vorjahres-Quartal hier von 58,6 Millionen auf knapp 105 Millionen Dollar, doch stehen diesmal 11,6 Millionen rote Dollars unter dem Strich. Vor einem Jahr konnte man sich noch über einen Gewinn von 9 Millionen Dollar freuen. Besonders ärgerlich ist nach Aussage von 3Dfx-Chef Greg Ballard, dass die Übernahme von STB nicht, wie geplant, bereits Ende April abgeschlossen werden konnte. Durch die Verzögerung um etwa zwei Wochen konnte man die Voodoo3-Karten-Verkäufe aus diesem Zeitraum nicht in die Quartalsbilanz aufnehmen, was das Ergebnis noch schlechter aussehen lässt. (ciw)