"Cold Storage"-Festplatten mit unscharf spezifizierter Kapazität
Für seltener angeforderte Daten in großen Rechenzentren sind die Festplatten der Serie WD Ae gedacht: Sie haben "6,x" Terabyte Kapazität und sind nur in 20-Stück-Packungen erhältlich.
(Bild:Â WD)
Neuartige Speichersysteme können dank Software-defined Storage (SDS) auch mit ungewöhnlichen Festplatten umgehen: Bei den Laufwerken der Baureihe Ae schöpft Western Digital (WD) die Kapazität der jeweils fünf Scheiben so weit wie möglich aus. Der Hersteller sichert dabei zu, dass es stets mehr als 6 TByte sind – aber es können anscheinend 6,1 bis 6,5 TByte sein, je nach Ausbeute.
Gedacht sind die Ae-Laufwerke fĂĽr groĂźe "Cold Storage"-Archive, wo Daten eher selten gelesen werden, aber der Preis und die Leistungsaufnahme pro Terabyte kritisch sind. Manche werbefinanzierte Cloud-Angebote kalkulieren mit einem mittleren Umsatz von weniger als 1Â US-Dollar pro Nutzer und Jahr.
Dank der vergleichsweise geringen Drehzahl von 5760 Umdrehungen pro Minute soll die WD Ae mit 5,5 Watt im Leerlauf auskommen, bei Lese- und Schreibzugriffen über das SATA-6G-Interface sind es 6,9 bis 7,2 Watt. WD empfiehlt eine jährliche Datentransfermenge von maximal 69 TByte.
Die WD Ae WD600VF4PZ soll noch vor Jahresende in größeren Stückzahlen ausgeliefert werden. Sie wird in 20-Stück-Paketen geliefert. Ob dabei alle Platten einer Box dieselbe Kapazität haben, ist unklar.
Nach eigenen Angaben hat WD insgesamt schon Cold-Storage-Drives mit einer Gesamtkapazität über 700 Petabyte verkauft. (ciw)