Wirkmächtig

Bentley stellt auf dem Pariser Autosalon den Mulsanne Speed vor. Der aus der Limousine bekannte V8 leistet hier 537 statt 512 PS. Das kleine Plus wirkt sich erstaunlich auf die Fahrleistungen aus. Und auch beim Verbrauch konnte ein groĂźer Schritt gemacht werden - zumindest im NEFZ

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Vom 4. bis 19. Oktober 2014 stellt Bentley den neuen Mulsanne Speed auf dem Pariser Automobilsalon vor
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Crewe (Großbritannien), 25. September 2014 – Bentley stellt auf dem Pariser Autosalon (4. bis 19. Oktober) eine leicht überarbeitete Version seines teuersten Modells vor. Der Mulsanne soll etwas kräftiger und sparsamer werden. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sich kein Besitzer des bisherigen Modells grämen muss. Neu ist der Mulsanne Speed.

Nach einer Überarbeitung leistet der 6,8-Liter-V8 mit Turbolader im Mulsanne Speed nun 537 statt 512 PS. Das maximale Drehmoment stieg von 1020 auf 1100 Nm, die ab 1750/min anliegen. Der Zuwachs von 25 PS bringt im Alltagvermutlich nicht mehr Fahrfreude, dafür bessern sich die Prospektwerte nochmals ein wenig: Statt 5,3 braucht die Limousine nur noch 4,9 Sekunden für die Beschleunigung auf Tempo 100, maximal sollen statt 296 jetzt 305 km/h möglich sein. Wir halten diese Verbesserungen im Vergleich zu den bisherigen Fahrleistungen und der geringen Steigerung für sehr optimistisch, immerhin sollen zusätzliche 25 PS für fast 10 km/h mehr reichen. Für derartige Steigerungen in diesem Geschwindigkeitsbereich braucht es eigentlich größere Leistungszuwächse.

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Bentley stellt den neuen Mulsanne Speed auf dem Pariser Automobilsalon vor.

Im NEFZ soll die überarbeitete Maschine statt 16,9 nur noch 14,7 Liter verbrauchen. Von einer Verbesserung um mehr als zwei Liter im Zyklus sollte auch im Alltag etwas zu spüren sein, sofern ein Mulsanne-Speed-Fahrer tatsächlich mal nachrechnet. Im Alltag dürften eher Werte zwischen 18 und 20 Liter normal sein, schließlich wollen hier mindestens 2685 Kilogramm in Bewegung gesetzt werden. Neue Bestmarken erwartet angesichts dessen wohl niemand ernsthaft erwarten. Das die Maschine bei geringer Last die Hälfte der Zylinder abschalten kann, hilft im NEFZ natürlich – doch das konnte auch schon der bisher verwendete V8.

Der Mulsanne Speed lässt sich auch im „Sport“-Modus bewegen. Die Lenkung soll dann direkter sein, die Luftfederung weniger nachgiebig. So soll ein „direkteres Fahrgefühl“ entstehen, wobei die Frage erlaubt sein muss, wie viele Bentley-Fahrer das wohl gefordert haben mögen. Schließlich wird auch damit aus dem 5,58 m langen und, wie bereits geschrieben, knapp 2,7 Tonnen schweren Schlachtschiff sicher kein flinker Kurvenflitzer. Da die Kunden aber auch weiter hin die Einstellungen „Bentley“ und „Comfort“ wählen können, mag der „Sport“-Modus eine willkommene Ablenkung für die Wenigen sein, die den Bentley selbst steuern. Interessanter Nebeneffekt der Sport-Einstellung: Hier werden stets mindestens 2000/min gehalten, um jeglicher Gefahr eines Turbolochs entgegenzuwirken.