Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will an die Börse
Der Kabelnetzbetreiber will mit seinem Börsengang mindestens 300 Millionen Euro erlösen und sein Wachstum beschleunigen.
(Bild:Â Tele Columbus)
Der in Ostdeutschland stark vertretene Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will an die Börse gehen. Die Erlöse aus dem Sprung aufs Parkett sollen brutto bei mindestens 300 Millionen Euro liegen, wie das Unternehmen mitteilte. Bis zum Ende des Jahres plant der drittgrößte deutsche Kabelanbieter eine Notierung im Frankfurter Prime Standard. Mit dem Geld will das Unternehmen mit rund 1,7 Millionen angeschlossenen Haushalten sein Wachstum beschleunigen.
Über einen Börsengang oder einen Verkauf war bereits seit geraumer Zeit spekuliert worden. Noch Anfang Juli hatte der Konkurrent von Kabel Deutschland und Unitymedia angegeben, alle Optionen zu prüfen. Kabel Deutschland war im vergangenen Jahr bei dem Versuch, Tele Columbus zu übernehmen, am Bundeskartellamt gescheitert.
In Sachsen-Anhalt hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Marktanteil von zwei Dritteln, in Berlin-Brandenburg von rund 40 Prozent. Im ersten Halbjahr 2014 erzielte der Konzern einen Umsatz von 107 Millionen Euro, ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenĂĽber dem Vorjahr. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 48,8 Millionen Euro, knapp 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. (anw)