NSA lizenziert eigene Technik an US-Industrie

Die NSA gibt im eigenen Haus entwickelte Technik an US-Unternehmen weiter und hat dazu erstmals einen richtigen Katalog angefertigt. Da aber nichts Geheimes weitergegeben werden kann, ist das Angebot wohl eher veraltet.

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Im Rahmen des sogenannten Technology Transfer Programs lizenziert die NSA selbstentwickelte Technik, die nicht mehr der Geheimhaltung unterliegt an US-Unternehmen. Aufgelistet wurde die in diesem Jahr zum ersten Mal in einem richtigen Katalog, berichtet The Daily Dot. Wie viel Geld die NSA mit dieser Weitergabe einnimmt, habe der US-Geheimdienst nicht mitgeteilt. Aber es sei darauf verwiesen worden, dass der jeweilige Entwickler der Technik an den Einnahmen beteiligt werde. Insgesamt gehen demnach 25 Prozent davon an den Erfinder einer Technik.

Die angebotene Technik sei aber nichts besonderes, habe der Sicherheitsexperte Bruce Schneier gegenüber dem Portal erklärt. Sie sei teilweise mehrere Jahrzehnte alt und nichts davon "wirklich cool". Die meisten aufgeführten Programme drehen sich um die Auswertung großer Datenmengen. Angesichts der Snowden-Enthüllungen über die immensen Überwachungsprogramme der NSA dürfte das ein Hinweis darauf sein, dass der US-Geheimdienst mit den vielen gesammelten Daten heutzutage durchaus etwas anzufangen weiß.

NSA lizenziert Technik (7 Bilder)

Technik um in Echtzeit verschiedene Stimmen einer Aufnahme zu unterscheiden.
(Bild: NSA)

(mho)