Microsoft will Handy-Displays unter Fingern abdunkeln
Microsoft Research untersucht derzeit unter dem Namen FingerShadow Methoden, OLED-Displays lokal zu dimmen, um Akkuleistung zu sparen.
Displays sind die größten Stromaufnehmer in Smartphones und Tablets. Microsoft Research untersucht derzeit unter dem Namen FingerShadow Methoden, wie man die Stromaufnahme senken kann. Eine Idee der Forscher ist, OLED-Displays in den Bereichen lokal zu dimmen, die sowieso vom Finger des Benutzers bedeckt werden. Zudem bräuchte auch der vom Schatten des Fingers abgedunkelte Teil nicht so stark beleuchtet werden. Nach ersten Tests ließen sich durch das lokale Dimming fast 13 Prozent Energie einsparen.
(Bild:Â Microsoft Research)
Für ihre erste Untersuchung analysierten die Forscher Fingerbewegungen von zehn Nutzern und ermittelten anhand von Videoaufzeichnungen die Bereiche, die von ihren Fingern bei der Bedienung der Apps von Facebook und Twitter und dessen Schatten abgedeckt wurden. Derzeit sei es nur eingeschränkt möglich, auf Android-Geräten wie dem zur Untersuchung eingesetzten Samsung Galaxy S5 die Fingerbewegungen in allen Apps kontinuierlich zu tracken. Allerdings sei der Sensor des S5 auch in der Lage, Finger zu erkennen, selbst wenn diese den Bildschirm nicht berühren und sich im Abstand von 1,5 cm von der Oberfläche befinden. Die Energieeinsparung durch die lokale Abschattung sei größer als für den zusätzlichen Rechenaufwand zur Lokalisierung der Finger benötigt würde.
Die Forscher von Microsoft wollen FingerShadow in ein Framework für Android Apps integrieren. Neben Fingerbewegungen könnten in Zukunft auch Eye-Tracker dazu benutzt werden, Bildschirm-Bereiche abzudunkeln, die der Nutzer nicht anvisiert. (hag)