Porsche-Prozess: Kläger wollen Aussetzung

Im juristischen Ringen um die Börsenturbulenzen beim Übernahmekampf zwischen Volkswagen und Porsche am Landgericht Hannover dringen die klagenden Investmentfonds auf weitere Verzögerungen

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 1 Min.

Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen

(Bild: Porsche )

Im juristischen Ringen um die Börsenturbulenzen beim Übernahmekampf zwischen Volkswagen und Porsche dringt die Klägerseite auf weitere Verzögerungen. Zum Auftakt des fast zwei Milliarden Euro schweren zivilrechtlichen Schadenersatzfalls (18 O 159/13) fordern die klagenden Investmentfonds am Landgericht Hannover eine Aussetzung. Diese sei nötig, um die Erkenntnisse aus den parallel in Stuttgart laufenden strafrechtlichen Verfahren gegen frühere Porsche-Manager abzuwarten. Die beklagte Porsche-Dachgesellschaft PSE sieht keinen Anlass für eine Verzögerung. Aus Stuttgart seien keine Erkenntnisse zu erwarten, die neue Vorzeichen schaffen könnten.

Sieben internationale Investmentfirmen fordern zusammen fast zwei Milliarden Euro Schadenersatz von der Porsche-Holding PSE. Die Kläger behaupten, sie hätten das Geld wegen mangelhafter Informationspolitik der PSE verloren, als Porsche vor rund sechs Jahren nach der Macht bei VW griff. Zudem geht es um kartellrechtliche Vorwürfe. Die PSE weist die Anschuldigungen zurück.

(Material der dpa) (fpi)