Ferrania: Die Rettung einer Filmfabrik
Im Jahr 2003 muĂźte der italienische Filmproduzent Ferrania Bankrott anmelden. Der Abriss der alten Produktionshalle steht nun bevor. Ein Team ehemaliger Mitarbeiter will nun die historischen Maschinen retten und die Filmproduktion wieder aufnehmen.
- Sascha Steinhoff
Der italienische Filmhersteller Ferrania war eines der ersten Opfer der digitalen Revolution. Schon im Jahr 2003 musste Ferrrania Bankrott anmelden, es folgten unruhige Jahre. Etwa zehn Jahre später hat sich ein kleines Team ehemaliger Mitarbeiter zusammengeschlossen mit dem Ziel die Maschinen für die Filmproduktion vor der Verschrottung zu bewahren und die Filmproduktion wieder aufzunehmen.
Eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung dieses Projekt läuft derzeit noch, das Ziel von 250.000 US-Dollar wurde schon übertroffen. Damit hat das nun unter dem Label Film Ferrania firmierende Projekt gute Aussichten realisiert zu werden.
Zu den Projektzielen gehört nicht nur die Produktion von Kleinbild- und Mittelformat-Film für Fotokameras. Auch Super 8 und 16 mm Schmalfilm soll zukünftig wieder hergestellt werden. Die erste Auslieferung ist für den April 2015 anvisiert.In der Flickr-Gruppe Ferrania Wonderland finden sich diverse Fotos die auf auf Ferrania Film ausbelichtet wurden. Detaillierte Informationen zur Filmfabrik finden sich in einem Fotoalbum auf der Ferrania-Webseite. In verschiedenen Videos stellt Film Ferrania das aktuelle Projekt und vor allem auch die glorreiche Vergangenheit des Analogfilms vor.
Das unten eingebundene Video zeigt den aktuellen Zustand der Produktionsanlagen und das Projektteam.
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In einem historischen Video aus den 1940er Jahren präsentiert Ferrania seine Produkte und ihren Herstellungsprozeß.
Ein weiterer nostalgischer Leckerbissen ist dieser Filmtest aus den 1960er Jahren.
(sts)