E-Book-Preise: Amazon einigt sich mit Bonnier

In Deutschland hat sich Amazon mit dem Verlag Bonnier auf eine Preisregelung für den Verkauf von E-Books geeinigt. Einzelheiten sind nicht bekannt. In den USA gab es eine ähnliche Vereinbarung, die schwierigsten Verhandlungen dauern aber an.

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Amazon-Paket

(Bild: dpa, Henning Kaiser/Archiv)

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Der Onlinehändler Amazon hat sich mit dem Verlagskonzern Bonnier eine Vereinbarung über den Verkauf von Büchern und E-Books in Deutschland getroffen. Das berichtet das Fachmagazin Börsenblatt unter Berufung auf eine Mitteilung von Bonnier. Einzelheiten zu der Übereinkunft seien aber noch nicht bekannt. Die Verhandlungen, in denen es unter anderem um die Höhe der Rabatte für E-Books ging, waren in den Blick der Öffentlichkeit geraten, als Amazon durch Lieferverzögerungen von Bonnier-Büchern offenbar Druck auf den Verhandlungspartner ausüben wollte.

Amazon verhandelt mit harten Bandagen – angeblich im Interesse der Kunden.

(Bild: dpa, Henning Kaiser/Archiv)

Unterdessen hat der Onlinehändler in den USA einen neuen Vertrag mit Simon & Schuster abgeschlossen. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind hier aber mehr Einzelheiten bekannt. So dürfe der Verlag den Preis für seine digitalen Bücher festlegen, Amazon habe aber in bestimmten Situationen das Recht, Vergünstigungen zu gewähren. Gleichzeitig würden die Bücher auf Amazon prominent platziert. In den USA, wo keine Buchpreisbindung den Verkaufspreis von E-Books regelt, waren die Auseinandersetzungen teilweise noch deutlich schärfer als in Deutschland. Die Verhandlungen mit Hachette, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten, sind auch immer noch nicht beendet. (mho)