"Netztalk": Sascha Lobo diskutiert über die digitalen Gräben und die Reparatur des Internet

Welche digitalen Gräben gibt es hierzulande und wen schließen sie wovon aus? Wie lässt sich das Internet nach dem NSA-Skandal reparieren? Darüber diskutiert Sascha Lobo auf Einladung von c't und heise online kommende Woche in Hannover.

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"Netztalk": Sascha Lobo diskutiert über die digitalen Gräben
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Hierzulande existieren gleich eine ganze Reihe von digitalen Gräben, etwa zwischen Netzgemeinde und Netzverweigerern oder zwischen Breitbandnutzern und Abgehängten. Wer dadurch wovon ausgeschlossen wird, wollen der Autor Sascha Lobo und Jürgen Kuri, stellvertretender Chefredakteur von c't und heise online, kommende Woche in Hannover diskutieren. Die Veranstaltung findet am 29. Oktober um 19 Uhr im Kultur- und Veranstaltunszentrum Pavillon statt und ist Teil der Reihe "Netztalk" als Kooperation mit der Redaktion von c't und heise online. Sascha Lobo, der die Netzgemeinde in diesem Jahr schon heftig kritisiert hatte, fordert nun, das Internet in Zeiten des NSA-Skandals zu reparieren.

Sascha Lobo hat die Netzgemeinde für ihren Umgang mit dem NSA-Skandal scharf kritisiert.

(Bild: Reto Klar)

Die Veranstaltungsreihe "Netztalk" hat im Mai begonnen und ist Teil des Projekts "upgrade Pavillon". Das Veranstaltungszentrum in der Mitte Hannovers nimmt sich darin zwei Jahre lang der digitalen Kulturproduktion und netzpolitischer Themen an. Nun soll debattiert werden, wie die digitalen Gräben in Deutschland geschlossen werden können. Ein noch recht junger Graben, der zur Sprache kommen soll, ist etwa der zwischen jenen, die auf den NSA-Skandal mit Optimismus reagiert haben und jenen, die danach jede Hoffnung auf ein freies Internet aufgegeben haben.

Das Projekt "upgrade pavillon" soll den gesellschaftlichen Wandel im digitalen Zeitalter anhand verschiedener Aspekte reflektieren. Digitale Kultur soll dazu vermittelt und zugänglich gemacht werden. Bis zum Herbst 2015 sollen dazu Veranstaltungen zu den vier Themensträngen Gender, Generationsdialog, Inklusion und Macht- beziehungsweise Herrschaftsverhältnisse stattfinden. Bei Gender geht es etwa darum, wie die digitale Welt gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegelt, hier die männliche Dominanz. Unter "Macht- und Herrschaftsverhältnisse" fassen die Veranstalter dagegen die global geführte Debatte um Freiheit und Sicherheit im Internet in der Ära nach Snowden zusammen.

Die Veranstaltung am Mittwoch wird vom Norddeutschen Rundfunk live ins Internet gestreamt. Diese Übertragung soll dann auch auf heise online zu sehen sein. Der Eintritt in den Pavillon ist frei. (mho)