T-Mobile wächst weiter aggressiv in den USA
Gesteigerte Kundenzahlen, höherer Umsatz, aber auch höherer Verlust: Die Kundenoffensive der US-Tochter der Telekom geht ins Geld.
(Bild:Â dpa, Gary He/Insider Images/Archiv)
Die US-Tochter der Telekom baut ihre Marktanteile in Amerika weiter aggressiv aus. Im dritten Quartal steigerte T-Mobile US die Kundenzahl um 2,3 auf insgesamt 52,9 Millionen. Der Umsatz stieg um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,4 Milliarden Dollar.
Aber die Kundenoffensive geht ins Geld: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen trat im Jahresvergleich auf der Stelle und ging zum Vorquartal um 7,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zurĂĽck. Netto verlor das Unternehmen von Juli bis September 94 Millionen Dollar nach einem Netto-Verlust von 36 Millionen Dollar im Vorjahr.
T-Mobile US macht als Nummer vier im hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt Druck. Neben dem von der japanischen Softbank kontrollierten Wettbewerber Sprint jagt die Telekom-Tochter die Branchenführer Verizon und AT&T.
Die Telekom bietet die Tochter schon länger zum Verkauf an. Bislang kam aber noch keine Offerte, die die Bonner überzeugen konnte. Der französische Internet- und Telefonkonzern Iliad stellte seine Werbungen um T-Mobile US kürzlich ein, nachdem er zweimal abgeblitzt war. Sprint soll zuvor vor den hohen regulatorischen Hürden zurückgeschreckt sein. (jk)