DxO OpticsPro 10: Bildbearbeitung mit Dunstfilter
Mit Version 10 des Rawkonverters OpticsPro führt DxO einen Softwarefilter zur nachträglichen Entfernung von Dunst in Landschaftsaufnahmen ein. Außerdem gibt es einen neuen Rauschfilter und erstmals auch integrierte Perspektivkorrekturen.
- Sascha Steinhoff
Das neue DxO OpticsPro 10 ist die erste Bildbearbeitungssoftware, die mit DxO Clear View einen Softwarefilter zum Entfernen von Dunst in Landschaftsaufnahmen vorstellt. Adobe arbeitet derzeit an einem ähnlichen Feature namens Defog.
Im Gegensatz zu DxO hat Adobe das Features bisher aber noch nicht für seine Produkte freigegeben. In beiden Fällen filtert die Software unerwünschte Dunstschleier aus Fotos, wie beispielsweise Landschaftsaufnahmen. Diese Korrektur ist zwar auch von Hand durchführbar, aber anspruchsvolll und zeitaufwendig. Mit Clear View beziehungsweise Defog soll die Korrektur anwenderfreundlicher und schneller werden.
Eine neue Rauschentfernung namens PRIME (Probabilistic Raw IMage Enhancementt) soll nicht nur viermal schneller als der bisherige DxO-Rauschfilter arbeiten, sondern auch schonender mit Bilddetails umgehen. Farben und Zeichnung sollen auch bei feinen Strukturen erhalten bleiben. Möglich sei dies, weil für jedes korrigierte Pixel rund tausend Nachbarpixel analysiert werden.
Überarbeitet wurde auch das DxO Smart Lighting. Die Korrektur von Spitzlichtern und Schatten – vergleichbar mit dem Filter Tiefen/LIchter in Photoshop – soll nun das Bild genauer analysieren als in der Vorgängerversion DxO Optics Pro 9 und damit sowohl im Automatikmodus als auch im manuellen Modus besser Ergebnisse erzielen. Gleiches soll laut Hersteller auch für die Funktion DxO Lens Softness gelten, welche die Bildschärfe einer Aufnahme verbessert.
Besonders interessant ist die Integration von DxO View Point in DxO Optics Pro. Die Perspektivkorrektur von Bildern ist ein wichtiges Features und in Lightroom schon länger implementiert. DxO zieht in diesem Punkt nun also mit LIghtroom gleich.
Die Benutzeroberfläche von Optics Pro erlaubt nun den Weißabgleich und das Entfernen von Staub auch auch im Vollbildmodus durchzuführen. Der Start von DxO Optics Pro soll mit der Version 10 nun spürbar flotter erfolgen, gleiches gelte für das Laden von Bildern aus Verzeichnissen.
Die funktionsreduzierte Essential Version von DxO OpticsPro 10 kostet 130 Euro, alle Features gibt es in der Elite Vollversion fĂĽr 200 Euro. Wer DxO 9 nach dem 1. September 2014 gekauft hat, bekommt ein kostenloses Upgrade. (sts)