Kate Moss: Die unverwüstliche Ikone
Parties, Drogen, grenzwertige Rockstar-Freunde: Supermodel Kate Moss hat in ihrem Leben wenig anbrennen lassen. Die hübsche Britin überstand alle Skandale jedoch unbeschadet. Eine Berliner Ausstellung widmet sich nun der ewig jungen Model-Ikone.
(Bild: © Jurgen Ostarhilt, courtesy galerie hiltawsky)
- Sascha Steinhoff
Die Ausstellung Kate Moss: The icon in der Galerie Hiltawski in Berlin präsentiert vom 28. November 2014 bis zum 21. Februar 2015 eine Reihe von Porträts des britischen Models.
Der Legende nach wurde die junge Moss im zarten Alter von 14 Jahren auf einem New Yorker Flughafen entdeckt. Das war im Jahr 1988 und seitdem ging es für sie steil auf der Karriereleiter nach oben. Der Erfolg hatte allerdings seinen Preis. Einige Fotos, welche Kate Moss damals zum Star machten – wie beispielsweise ihre Calvin Klein Kampagne mit Mark Wahlberg – wurden sehr kontrovers diskutiert. Moss, die eigenem Bekunden nach bei den Aufnahmen oft großem Druck ausgesetzt war, hatte schlicht zu funktionieren. Sie unterwarf sich zumindest anfänglich den Zwängen der Modeindustrie und stieg in den 1990er Jahren in die exklusive Reihe der Supermodels auf.
Kate Moss: The icon (6 Bilder)

Camber Sands, South England, 1991
(Bild: © Jurgen Ostarhilt, courtesy galerie hiltawsky)
Das Image von Kate Moss unterschied sich grundlegend von dem anderer Supermodels wie beispielsweise Cindy Crawford. Während Crawford lächelnd im Badeanzug für die Sports Illustrated posierte, wurde Kate Moss zur prominenten Vorreiterin des düsteren Heroin chic. Mit ihrem mageren androgynen Körper bildete sie schon optisch einen starken Kontrast zu den bis dahin gängigen weiblichen Schönheitsidealen.
Die Moss brach ebenso konsequent mit den Verhaltensweisen, die die Gesellschaft normalerweise von einem Model erwartet. Ihr ausschweifendes Partyleben war ihrer Karriere allerdings ebensowenig abträglich wie eine Beziehung zum cracksüchtigen Skandalrocker Pete Doherty. Das systematische Verstoßen gegen Konventionen zieht sich wie eine rote Linie durch ihren Lebenslauf. So unruhig ihr Privatleben auch war, als Model lieferte sie stets zuverlässig und arbeitete in ihrer langen Karriere mit großen Modeunternehmen wie Burberry, Versace und Yves Saint Laurent zusammen.
Karl Lagerfeld hat ihre spezielle Aura einmal sehr treffend zusammengefaßt: "Das ist etwas, was kein Mensch verstehen kann. Man weiß nicht, was sie hat, aber sie hat's". (sts)