Siemens: Internet noch nicht fit für Telefonie

Siemens will von notwendigen Investitionen für den Durchbruch der Internet-Telefonie ein großes Stück abbekommen.

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Von
  • Patrick Brauch

Geht es nach Anthony Maher, Siemens-Vorstand im Geschäftsbereich Informations- und Kommunikationsnetze, steht dem Internet erst in den nächsten Jahren der richtige Durchbruch bevor. Das gelte vor allem für das Telefonieren via Internet. Bislang erreiche es nicht die gleiche Sprachqualität wie im herkömmlichen Leitungsnetz.

Um von den erwarteten Investitionen ein großes Stück abzubekommen, will sich die Siemens-Abteilung verstärkt auf das Internet ausrichten. Das habe bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zu einem Anstieg des Auftragseingangs um ein Viertel geführt, erklärte Maher. Im vergangenen Geschäftjahr sei die Umstrukturierung des Siemens-Bereichs mit einem Jahresumsatz von 24 Milliarden Mark und 60.000 Beschäftigten abgeschlossen worden. Rund vier Milliarden Mark seien in Forschung und Entwicklung investiert worden.

Bei den Informations- und Kommunikationsnetzen will Siemens schneller als der Gesamtmarkt wachsen. Dieser lege jährlich um mehr als zehn Prozent zu und erreiche Prognosen zufolge bis 2004 einen Umsatz von rund 600 Milliarden Mark, meinte Maher. (pab)