E-Book-Preise: Streit zwischen Amazon und Hachette beendet
In dem Streit um E-Book-Preise hat sich Hachette offenbar gegen Amazon durchgesetzt. Die Verlagsgruppe darf laut einer nun geschlossenen Vereinbarung weiterhin die Preise fĂĽr seine digitalen BĂĽcher bestimmen.
Amazon ist mit dem Kindle MarktfĂĽhrer bei E-Books.
(Bild: dpa, Marcus Brandt)
Der Onlinehändler Amazon und die Verlagsgruppe Hachette haben ihren rabiat geführten Streit um den Preis von E-Books beigelegt. Wie die New York Times berichtet, hat sich Hachette dabei in einem entscheidenden Punkt durchgesetzt: Das Unternehmen darf demnach weiterhin selbst festlegen, welchen Preis es für seine E-Books verlangt. Gleichzeitig gebe es aber nicht näher erläuterte Anreize, die Preise niedriger anzusetzen. Amazon hatte zuvor darauf gedrängt, E-Books billiger zu machen. Gleichzeitig wollte der Händler einen größeren Teil der Einnahmen. Mit der nun erzielten Einigung seien aber beide Seiten zufrieden.
Die Auseinandersetzung war nicht nur in den USA sondern auch international auf große Beachtung gestoßen, weil mit ungewohnt harten Bandagen gekämpft wurde. So zeigte Amazon Hachette-Bücher zwischenzeitlich als nicht verfügbar an oder es gab ungewöhnlich lange Wartezeiten. Daraufhin hatten sich auch Schriftsteller in den Streit eingemischt und Amazon scharf kritisiert. Ähnliches hatte es auch in Deutschland gegeben, wo sich Amazon lange mit Bonnier bekriegte, bevor Ende Oktober eine Einigung erfolgte. (mho)