"Superticket": Kinobesuch inklusive Online-Filmekauf

Der VoD-Dienst Videociety hat gemeinsam mit Warner Bros Entertainment und der Kinokette CinemaxX ein neuartiges Filmpaket geschnĂĽrt: FĂĽr einen Aufschlag von rund 30 Euro bekommt man nach dem Kinobesuch alle drei Teile der Hobbit-Reihe.

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"Superticket": Kinobesuch inklusive Online-Filmekauf

Offizieller Werbebanner zum Superticket

(Bild: Cinemaxx)

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Kinobesucher, die sich dritten Teil der Hobbit-Reihe ("Die Schlacht der Fünf Heere", ab dem 10. Dezember im Kino) in einem Cinemaxx-Kino anschauen, erhalten gegen einen Aufpreis die Online-Versionen aller drei Filme der Saga: Für rund 30 Euro zusätzlich zur Kinokarte gibts die Filme für den dauerhaften Filmabruf per (DRM-gesichterten) Download oder Streaming beim Video-on-Demand-Dienst Videociety. Dieses neuartige "Superticket", das in Kooperation von Cinemaxx, Videociety und Warner Bros Entertainment entstand, wurde am heutigen Montag offiziell vorgestellt.

"Der Hobbit: Die Schlacht der FĂĽnf Heere" bringt die 2012 gestartete Hobbit-Trilogie zum Abschluss.

(Bild: Warner)

Für 30 Euro erhalten die Käufer des Supertickets die ersten beiden Teile "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" und "Der Hobbit: Smaugs Einöde" gleich nach dem Kauf . Den Abschluss der Trilogie sollen sie dann sieben Tage vor dem Video-on-Demand-Veröffentlichungstermin im kommenden Jahr abrufen können, also exklusiv vor allen anderen. Kinobesucher müssen sich aber nicht sofort entscheiden: Das CinemaxX-Ticket lässt sich auch nach der Vorstellung jederzeit zum SuperTicket aufrüsten – sowohl online als auch an der Kinokasse.

Laut Videociety wird die "Hobbit"-Trilogie in HD-Qualität bereitgestellt, Dolby-Sound und Bonusmaterial sind ebenfalls vorhanden. Der Filmeabruf ist am Computer oder an Endgeräten wie aktuellen Smart-TVs von Samsung, LG, Toshiba, Philips und Panasonic sowie über viele Blu-ray-Player und den Spielekonsolen Play Station 3 und 4 und Xbox One möglich.

Mit dem Superticket will Videociety nach eigenen Angaben zeigen, dass es seine Infrastruktur auch Geschäftspartnern zur Verfügung stellen kann. Im Rahmen von Aktionen und Kooperationen ließen sich so "eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote realisieren". Das sei "für alle Unternehmen interessant, die kein eigenes Filmportal aufbauen, aber dennoch einen Video-on-Demand-Service anbieten möchten."

Tatsächlich ist Warner Bros in Deutschland in Sachen Video on Demand ein gebranntes Kind: Das Studio betrieb gemeinsam mit der Bertelsmann-Dienstleistungstochter Arvato als Joint Venture den Videostreaming-Dienst "In2Movies", der nach rund fünfmonatiger Beta-Phase im September 2006 seinen Regelbetrieb aufnahm – und dann nicht einmal zwei Jahre später seinen Betrieb wieder einstellte. (nij)