Fujitsu: LEDs ĂĽbermitteln Daten an Smartphones
In Zukunft könnte es schon genügen, das Smartphone im Geschäft auf das Objekt der Begierde zu richten, um Detailinformationen zu erhalten und danach den Bezahlvorgang auszulösen.
Die im Licht versteckten Informationen sind fĂĽr das menschliche Auge nicht sichtbar.
(Bild: Fujitsu)
Nicht nur mit Beacons können Verkäufer ihren Kunden Informationen auf das Smartphone schicken, auch die Beleuchtung in Geschäftsräumen kann für diese Aufgabe eingespannt werden. Die Fujitsu Laboratories haben eine Methode vorgestellt, mit der sich Informationen über im Raum verteilte LED-Leuchten übertragen lassen.
(Bild:Â Fujitsu)
Der Kunde muss nur seine Smartphone-Kamera auf ein unter der Lampe befindliches Objekt richten, schon werden auf dem Display detaillierte Informationen angezeigt. Laut Fujitsu kann die Technik auch für Bezahlvorgänge genutzt werden. Primär richtet sich der Hersteller an Einzelhandelsketten, Museen, Kunstgalerien oder die Betreiber von Messeständen.
Als Grundlage für die Datenübertragung dient eine schnelle Modulation der von der LED ausgestrahlten Farbtöne. Zwar ändert sich auf diese Weise auch die Intensität der einzelnen Farben, dem menschlichen Auge erscheint das ausgestrahlte Licht dennoch als homogen.
(Bild:Â Fujitsu)
Für die Anzeige der übertragenen Informationen ist eine zusätzliche App nötig, die die Bilddaten auswertet, die in der Beleuchtung enthaltene ID ermittelt und an einen Server weiterleitet, der dann wiederum die gewünschte Beschreibung des Artikels an das Smartphone schickt.
Der Datendurchsatz der LEDs fällt mit 10 Bit pro Sekunde allerdings sehr gering aus, dafür müssen die angebotenen Objekte nicht mit einem häufig störenden QR-Code oder NFC-Chip versehen werden. Zudem muss für diese Art der Datenübertragung der Geschäftsinhaber oder Museumsbetreiber nicht unbedingt viel investieren: Grundsätzlich eignen sich laut Fujitsu alle LED-Leuchten für dieses Verfahren, die das erzeugte Licht durch Farbmodulation aus den drei Farben Rot, Grün und Blau mischen.
Fujitsu arbeitet derzeit an unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten, kommerziell einsetzbar soll das System bis spätestens März 2016 sein. (anw)