Mehr Erstsemester in der Informatik
Die Zahl der Studienanfänger in Informatik steigt weiter. 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr waren es im Wintersemester 2014/15.
- dpa
Im Wintersemester 2014/2015 haben sich 34.300 Studenten erstmalig für den Studienbereich Informatik eingeschrieben, teilt die Gesellschaft für Informatik (GI) mit Bezug auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Dies entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und läuft gegen den allgemeinen Trend. Insgesamt nahmen 1,9 Prozent weniger Erstsemester ein Studium auf als im Vorjahr. Bei diesen Vergleichen ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Trends durch doppelte Abiturjahrgänge wegen verkürzter Schulzeiten überlagert sein können.
Auf jeden Fall hält GI-Präsident Peter Liggesmeyer die Zahlen für immer noch zu niedrig und verweist auf die Klagen von Unternehmen wegen mangelnder Fachkräfte. Die GI möchte darum Informatikunterricht ab der Grundschule im Lehrplan sehen, auch weil nach einer ICILS-Studie (International Computer- and Information Literacy Study) deutsche Schüler der Sekundarstufe I im Hinblick auf computer- und informationsbezogene Kompetenzen im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld angesiedelt seien
Informatik ist dabei immer noch eine Männerdomäne: Im Studienjahr 2014 waren unter den 34.274 Anfängern nur 7691 Frauen. Was die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik ) insgesamt angeht, soll der Anteil weiblicher Studienanfängerinnen allerdings steigen. (js)