l+f: Justiz droht Hacker mit 440 Jahren Knast

Sie erreichte so, dass der Angeklagte sich des versuchten Einbruchs in einen Server schuldig bekannte.

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Von
  • Fabian A. Scherschel

Wired berichtet über ein Verfahren, in dem die Staatsanwaltschaft im Süden von Texas einem 28-Jährigen mit 440 Jahren Haft gedroht hatte. Die Strafe, die eines Duncan McLeods würdig wäre, errechnet sich aus 44 Anklagen wegen Computerbetrugs und Cyber-Stalkings à 10 Jahren Haft. Demnach wurden dem Angeklagten so etwa 180 Jahre Haft angedroht, weil er 18 Mal zufälligen Text in ein und dasselbe Kontaktformular eingegeben hatte – jeder Versuch könnte als einzelner Fall von Stalking ausgelegt werden. Der Angeklagte ging daraufhin einen Handel mit der Staatsanwaltschaft ein und bekannte sich des versuchten Einbruchs in einen Server des Hidalgo County schuldig und stimmte einem Schadensersatz von 10.000 US-Dollar zu. Darüber hinaus droht ihm jetzt noch bis zu einem Jahr Knast, wenn im Februar das Urteil verkündet wird.

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(fab)