Linux-Compiler von Intel im Sommer

Bei der ersten öffentlichen Demonstration des Performance-Analyse-Tools Vtune 5.0 kündigte Intel die hauseigenen C++- und FORTRAN-Compiler für Linux an.

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Von
  • Andreas Stiller

Bei der ersten öffentlichen Demonstration des Performance-Analyse-Tools Vtune 5.0 auf Itanium-Systemen gab Intel nebenbei bekannt, dass die hauseigenen C++- und FORTRAN-Compiler ab Sommer auch für Linux verfügbar sein sollen. Zu der Veranstaltung flog die europäische und sogar südafrikanische Hardware-Presse ins "Fliegerbräu" nach Feldkirchen bei München ein, um sich über die neuen, erheblich erweiterten Aufgaben der Compiler in der iA64-Welt sowie über das Performance-Analyse-Tool Vtune 5.0 zu informieren. Das eigentliche Highlight war jedoch die Linux-Ankündigung für 32- und 64-Bit-Systeme – denn die Intel-Compiler versprechen einen Performance-Sprung vor allem für C/C++. Unter welcher Lizenzpolitik Intel die Compiler zur Verfügung stellen will (etwa gemäß der GNU General Public License GPL), hat der Konzern noch nicht festgelegt.

Das Vtune-Pakt ist derzeit für iA32 (Pentium, Pentium II/III ) unter Windows 98/NT in der neuen Version 4.5 verfügbar. Den Vtune Performance Analyzer (429 US-Dollar) und die beiden Compiler (C++: 299 US-Dollar, FORTRAN: 349 US-Dollar) gibt es auch einzeln. Die Compiler erfordern aber Microsoft Visual C++. Der Performance Analyzer 4.5 ist nun auch batchfähig und fernsteuerbar. Bei der Itanium-Version Vtune 5.0 läuft nur der Datensammler auf dem 64-Bit-Prozessor. Er schickt die Rohdaten übers Netz an ein 32-Bit-System, das dann die Daten auswertet. Vtune 5.0 soll gleichzeitig mit dem Itanium im Sommer auf den Markt kommen. (as)