PowerVR stellt neuen 3D-Grafikchip für PCs vor
Auf der Computex in Taiwan präsentiert STMicroelectronics den in Lizenz gefertigten Grafikchip Kyro, entwickelt von der britischen Firma PowerVR.
Auf der Computex in Taiwan präsentierte STMicroelectronics den in Lizenz gefertigten Grafikchip Kyro. Den neuen 3D-Beschleuniger entwickelte die britische Firma PowerVR, die wie VideoLogic und Ensigma zur Imagination-Technologies-Gruppe gehört. Von PowerVR stammen die Grafikbeschleuniger in den Dreamcast-Spielkonsolen von Sega sowie die PowerVR-Series1- und Series2-Chips. Folgerichtig wurde Kyro unter dem Namen Series3 entwickelt.
Als Besonderheit des Chips gilt das Rendering-Verfahren, das die 3D-Welten aus einzelnen Kacheln zusammensetzt (Tile-Based Rendering). Diese Technik kommt ohne Z-Buffer zur Ermittlung verdeckter Kanten aus und benötigt daher weniger Speicherbandbreite. Der Grafikchip arbeitet intern mit 32 Bit Farbtiefe, unterstützt AGP bis zum 4X-Modus und beherrscht Full-Scene Anti Aliasing (2X / 4X FSAA) sowie Direct3D Environment Bump Mapping. Der Chip besitzt einen Ein- und einen Ausgang für Videosignale und kann bis zu 64 MByte SDRAM oder SGRAM über einen 128 Bit breiten Bus ansprechen.
Kyro fehlt allerdings eine integrierte Geometriebeschleunigungseinheit (T&L). Noch im zweiten Quartal dieses Jahres sollen Grafikkarten mit dem Kyro-Chip auf den Markt kommen; STMicroelectronics rechnet dafür bei 32-MByte-Speicherausbau mit Preisen von um die 400 Mark. (ciw)