Schröder: Großer IT-Nachholbedarf Deutschlands
Laut Bundeskanzler Schröder hinkt Deutschland bei der Nutzung von Internet und im IT-Sektor generell anderen Ländern hinterher.
Die Eröffnung der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom gab Bundeskanzler Gerhard Schröder Gelegenheit, vor einem Zurückfallen Deutschlands bei Internet-Techniken und E-Commerce zu warnen. Zwar betonte er die Rolle der Bundesrepublik als eine der führenden Industrienationen, nannte dann aber seiner Ansicht nach bedenkliche Zahlen. So liege Deutschland in der Rangliste der Internet-Nutzung in Europa nur im unteren Drittel. Auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben für die Nutzung von Kommunikationstechniken liege Deutschland weltweit nur im Mittelfeld. "Das wird unserer Rolle als führender Industrienation nicht gerecht", kommentierte Schröder.
In Skandinavien etwa seien neun Prozent aller Beschäftigten im IT-Sektor tätig, in Deutschland dagegen lediglich fünf Prozent -- die Bundesrepublik habe hier einen großen Nachholbedarf. "Wir müssen die Sicherheitsstandards verbessern, weil viele Leute noch Angst vor den Risiken der Online-Nutzung haben", erklärte Schröder. Außerdem müssten die gesetzlichen Rahmenbedingungen für E-Commerce aufgebaut werden. Auch plane die Bundesregierung eine gezielte Förderung speziell kleinerer und mittlerer Unternehmen, um sie bei der Vernetzung zu unterstützen. Laut Schröder will die Regierung erreichen, dass sich die Zahl der Neugründung von Multimedia-Unternehmen bis 2001 verdoppelt. (Axel Kossel) (jk)