LED des Nexus 6 bleibt deaktiviert
Obwohl im Google-Smartphone Nexus 6 eine Status-LED eingebaut ist, ist diese deaktiviert. Der Hersteller Motorola bestätigte nun, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Die Hoffnung auf ein helfendes Software-Update stirbt somit.
(Bild: Google)
Von einer Status-LED ist in den technischen Spezifikationen des 6 Zoll großen Smartphones Nexus 6 nichts zu lesen – und dennoch ist sie eingebaut. Weil die LED deaktiviert ist, schwiegen der Hersteller Motorola und dessen Partner Google bislang darüber. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber heise online nun, dass die LED auch in Zukunft funktionslos bleibt und es keine helfenden Updates geben wird: "Eine Änderung der LED-Eigenschaft ist derzeit nicht geplant."
Die Hoffnung, dass der Hersteller die LED nachträglich aktiviert, war durch erfolgreiche Versuche entstanden, die die Leuchte mithilfe der App Light Flow oder der Android Debug Bridge (adb) ansteuerten. Laut Motorolas Sprecher gibt es momentan nur ein Szenario, in dem die LED leuchtet: Wenn der Akku völlig leer ist und dann geladen wird. Bei keinem der zwei Redaktions-Geräte konnte wir dieses Verhalten bislang beobachten. Allerdings müsse das Gerät in diesem Fall "lange Zeit" nicht geladen worden sein. Grundsätzlich ist die LED also funktionsfähig und kann auch angesteuert werden.
Die Reparaturseite ifixit entdeckte die LED während eines sogenannten Teardowns, also dem Auseinandernehmen, des Nexus 6. Die Lampe sitzt in der Gehäuseaussparung des Lautsprechers und kann somit normalerweise nicht entdeckt werden. Mittlerweile sind fast alle aktuellen Android-Smartphone mit solchen LEDs ausgestattet, die beispielsweise neue Nachrichten oder den Ladezustand des Akkus per buntem Leuchten signalisieren. Umso verwunderlicher war es, dass das vergleichsweise teure Premiumgerät Nexus 6 scheinbar über keine LED verfügte.
Einen ausführlichen Test des Nexus 6 finden Sie in der c't 4/15, die ab 24. Januar am Kiosk und unter ct.de erhältlich ist. (hcz)