Selbstgedruckt und -programmiert: die Open-Platform-Kamera von Olympus
Die Open-Platform-Kamera von Olympus nimmt Gestalt an. Beim einem Hack & Make Gathering in Tokio waren Erweiterungen vom Tilt-und-Shift-Objektiv bis zur Kameraschiene zu sehen.
- Helga Hansen
Im September 2014 hatte Olympus die Open-Platform-Kamera (OPC) als Konzept auf der Photokina vorgestellt. Das zylinderförmige Modul nimmt Objektive mit MFT-Bajonett auf (Micro-Four-Thirds-System). Die Kamera hat keine Bedienelemente, stattdessen erfolgt die Steuerung per WLAN über Smartphones und Apps. Mit Hackathons und Makerveranstaltungen versucht die japanische Firma nun, die DIY-Community für ihr Produkt zu begeistern. Sowohl die Apps zur Ansteuerung als auch mögliche Accessoires soll man selber machen können.
(Bild:Â Olympus)
Auf dem Hack & Make Gathering in Tokio stellte Olympus im Dezember das Kamera-Kit für Maker vor. Dieser ergänzt das SDK um den Hardware-Aspekt. Kreative können sich 3D-Modelle der OPC herunterladen und so zum Beispiel eigene Halterungen für die Kamera entwerfen und per 3D-Drucker herstellen. Olympus bietet bereits eine druckbare Handyhülle an, mit der man die OPC an einem iPhone 5 befestigen kann.
(Bild:Â Olympus)
In Tokio gab es bereits erste Projekte zu sehen: Von der Decke knipste eine Kamera, die auf einer mit dem Lasercutter geschnittenen Kameraschiene fährt. Unter den Accessoires sind auch verschiedene Halterungen für die Kamera, unter anderem ein Pistolengriff und ein spinnenartiges Stativ, dass sich überall anhängen lässt. Ein besonders buntes Exponat war der tragbare Fotoautomatenanzug mit integrierter Beleuchtung, Kamera und Drucker. Das Selbermachen ist hierzulande allerdings noch etwas schwierig: Bisher sind die Kits nur auf Japanisch verfügbar. (hch)