Gewinnrückgang bei der Software AG
Knapp 111 Millionen Euro Nettogewinn hat Deutschlands zweitgrößtes Softwareunternehmen im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Das sind etwa 23 Millionen weniger als im Jahr zuvor.
Die Software AG in Darmstadt aus der Luft.
(Bild: Software AG)
Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter Software AG hat nach Verzögerungen bei Großprojekten 2014 weniger verdient. Der Nettogewinn unter dem Strich sank laut Mitteilung auf 110,6 Millionen Euro (Vorjahr: 134,0 Millionen Euro). Der Umsatz ging auf 857,8 Millionen Euro (2013: 972,7 Millionen Euro) zurück. Im Sommer 2014 hatte das Unternehmen nach einem schwachen zweiten Quartal die Jahresprognose kassiert. Neben den Problemen bei Großprojekten machte besonders die Entwicklung der Erlöse für Softwarelizenzen den Darmstädtern Sorgen.
In der wichtigen Geschäftsprozesse-Sparte BPE gingen die Erlöse zurück. Für das laufende Jahr wird im BPE-Geschäft wieder ein deutliches Wachstum angepeilt. In der Sparte kommt es wegen der Verlagerung auf große Vertragsabschlüsse häufiger zu Verzögerungen. Die Software AG bietet hie r die Verzahnung unterschiedlicher Software bei Kunden an – profitiert also etwa von Fusionen anderer Unternehmen, wenn die Computersysteme der beteiligten Gesellschaften zusammengeführt werden.
In der angestammten Datenbanksparte ETS rechnet das Unternehmen aber weiter mit Rückgängen, diesmal zwischen 8 und 14 Prozent. Hier lag der Umsatz 2014 bei 245,3 Millionen Euro (2013: 274,5 Millionen Euro).
Die Zahl der Beschäftigten ging zurück. Ende 2014 beschäftigte die Software AG konzernweit 4421 Mitarbeiter, ein Jahr zuvor waren es noch 5238. (anw)