Feuerwehrroboter SAFFiR soll im Team arbeiten

Für die U.S. Navy entwickelt die Virginia Tech seit fünf Jahren einen Feuerwehrroboter, der in brenzligen Situationen für Soldaten einspringen und von ihnen angeleitet werden soll.

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Feuerwehrroboter erster Schritt zu Mensch-Roboter-Teams

(Bild: U.S. Navy/John F. Williams)

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Noch ist SAFFiR ein bisschen langsam unterwegs. Doch mit seinen 177 Zentimetern und 65 Kilo ist der humanoide Roboter auch auf unebenen Untergründen trittsicher und kann mit Feuerwehrschläuchen sowie Türen umgehen. Daran, dass der zur Feuerbekämpfung gedachte Roboter noch nicht feuer- und wasserfest ist, arbeiten die Entwickler der Virginia Tech Universität noch. Sie entwickeln SAFFiR (Shipboard Autonomous Firefighting Robot) für die US Navy. Auf den Schiffen der Marine soll der Roboter langfristig mit Feuerwehrleuten zusammenarbeiten.

Der Prototyp kann mit einem Feuerwehrschlauch immerhin schon ein kleines Feuer löschen. Damit der Feuerwehrroboter, der von der U.S. Navy zum Einsatz auf Schiffen gedacht ist, aber tatsächlich im Einsatz erfolgreich sein kann, muss er noch schneller werden. Um ihm mehr Übersicht in unwegbarem oder verrauchtem Gelände zu geben, hat er nicht nur Wärmebildkameras und Lasersensoren. Für die Zukunft ist auch eine unterstützende Drohne geplant, die SAFFiR vorausfliegen und Eindrücke der Lage rückmelden soll.

Shipboard Autonomous Firefighting Robot (4 Bilder)

SAFFiR ist ein Feuerwehrroboter, der seit fünf Jahren von der Virginia Tech für die U.S. Navy entwickelt wird.
(Bild: U.S. Navy )

SAFFiR ist erst am Anfang der Entwicklung, erklärt Thomas McKenna, der beim Office for Naval Research die Forschungsarbeiten koordiniert. "Wir arbeiten in Richtung Teams aus Robotern und Menschen. Es ist etwas, das wir die Hybrid-Kraft nennen: Menschen und Roboter arbeiten zusammen." So soll der bisher noch größtenteils ferngesteuerte Roboter auf lange Sicht mit mehr Rechenpower, Intelligenz, Schnelligkeit, einer besseren Batterie und auch Sprache ausgestattet werden.

So könnte er nicht nur Matrosen bei Bränden auf Schiffen unterstützen, sondern auch für andere Arbeiten eingesetzt und dafür von Marine-Mitarbeitern eingewiesen werden. Denkbar wäre laut McKenna unter anderem, dass Roboter das Schiff auf Korrosion und Lecks untersuchen. Würden die Roboter verlässlich diese Aufgaben übernehmen, könnten sich die Soldaten dafür anderen Aufgaben widmen.

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Momentan sei das aber noch Zukunftsmusik. Ein großer Fortschritt sei bereits, dass SAFFiR als "zweifüssiger" Roboter jetzt schon in der Lage sei, auf unstetem Grund nicht aus der Balance zu geraten. Das sei für Roboter dieser Art schon äußerst schwer umzusetzen, erklärt Brian Lattimer von der Virginia Tech. (kbe)