ESA testet mit Raumflug den Wiedereintritt in die Atmosphäre
Mit dem Flug eines experimentellen Raumfahrzeugs will die ESA am heutigen Mittwoch Technik für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre testen. Die wird nicht nur für die Rückführung von Bodenproben sondern auch die Entsendung von Astronauten benötigt.
KĂĽnstlerische Darstellung des Raumfahrzeugs
(Bild: ESA/J.Huart)
Die Europäische Weltraumagentur ESA will am heutigen Mittwoch ab 14 Uhr MEZ mit einem experimentellen Raumfahrzeug Technik für den Wiedereintritt in die Atmosphäre testen. Dafür soll das "Intermediate eXperimental Vehicle" (IXV) an Bord einer Rakete des Typs Vega vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten und in insgesamt rund 100 Minuten die halbe Erde umrunden. Das Raumfahrzeug soll dabei in eine suborbitale Erdumlaufbahn auf 400 Kilometer Höhe aufsteigen und bei seinem Wiedereintritt in die Atmosphäre und vor der Wasserung im Pazifik vor allem die Hitzeschildtechnik testen. Ein Livestream wird den Test begleiten.
(Bild:Â ALTEC)
Das Raumfahrzeug ist dabei vollkommen autonom und soll eine Reihe von einprogrammierten Manövern ausführen. Verschiedene Sensoren sammeln dabei Daten aller Art; das IXV sendet sie zum Missionskontrollzentrum im italienischen Turin. Vor dem Wiedereintritt in die Atmosphäre soll über Antennen in Libreville (Gabun) und Malindi (Kenia) Kontakt gehalten werden, der dann aber planmäßig abbrechen werde. Das IXV rast dann mit rund 27.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre und soll so den typischen Wiedereintritt einer Raumsonde aus niedrigem Orbit simulieren. Derweil wartet das Bergungsschiff auf das Ende des Funklochs.
Wie die ESA erläutert, sollen mit dem Flug verschiedene Systeme und Technik getestet werden, die für ein wiederverwendbares Raumtransportsystem benötigt werden. Sollte man erst über ein derartiges System verfügen, würde das der Raumfahrtagentur neue Möglichkeiten eröffnen, etwa die Rückführung von Bodenproben, aber natürlich auch den Rückflug von Astronauten. Erste Ergebnisse werden demnach rund sechs Wochen nach dem Testflug erwartet und auch in die Planungen des wiederverwendbaren Raumfahrzeugs PRIDE einfließen. Das soll aus einer Erdumlaufbahn heraus automatisch auf einer Landebahn aufsetzen.
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(mho)