Semantische Datenbank fĂĽr Kreative

Grafiker, Spieleschöpfer, Autoren, Webdesigner, Musiker, Werbeleute und Medienmacher gehören zu denjenigen, denen Cluk-Sonar neue Wege der Vernetzung bieten soll.

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Cluk.Sonar
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Von
  • Hermann Wygoda

Eine neue Web-gestützte semantische Datenbank namens Cluk-Sonar soll Kreative aller Bereiche in Frankfurt zusammenführen. Am vergangenen Donnerstag stellte der "Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen" (CluK) in einer Veranstaltung für seine Mitgliedsverbände das Projekt vor, das "zur Vernetzung der Kreativwirtschaft" auf zuvor nicht vorhandener branchenübergreifender Basis dient. Das Ganze beruht auf einer Entwicklung der Darmstädter Intelligent-Views GmbH gemeinsam mit dem Frankfurter Institut für Neue Medien (INM) sowie dem CluK. In zweijähriger Entwicklungsarbeit entstand dabei eine Plattform, die unter anderem mit den Inhalten der Teilnehmer arbeitet.

Diese Plattform, die nicht allgemein zugänglich ist, soll die "Interessenten der Kultur- und Werbewirtschaft über alle Branchen hinweg intelligent und bezogen auf ihre Angebote miteinander verbinden", erläutert der INM-Direktor Michael Klein. Die Datenbank ermögliche es, auch solche Anbieter aufzufinden, die eine Recherche in klassischen Branchendatenbanken nicht ausgeben würde.

Berücksichtigt sind die Teilbranchen Architektur, Buchmarkt, Design, Film, Kunstmarkt, darstellende Künste, Musik, Presse, Rundfunk, Software-/Games-Industrie sowie Werbung/PR. Die Datenbank stellt für jeden Nutzer automatisch diejenigen Daten zusammen, die seinem Profil entsprechen. "Damit ist es auch möglich, dass durch die verknüpften Beziehungen überraschende Entdeckungen gemacht werden können, die mit bisherigen Datenbanken nicht möglich waren, da diese sich nicht auf die Inhalte stützen", erklärt Klein.

Für Markus Frank, Wirtschaftsdezernent in Frankfurt, war die Neuentwicklung "einen mittleren fünfstelligen Betrag" wert. Grund: Sie ermögliche den Kreativen in der Main-Metropole, die seinen Angaben zufolge im Jahr 2009 eine Wertschöpfung von vier Milliarden Euro erreicht hätten, "eine bessere Wahrnehmung ihrer Leistungen".

Semantische Datenbanken sind nicht auf die Verwaltung starrer Datenfelder in Datensätzen beschränkt, sondern arbeiten mit Modellen zur Erfassung der Beziehungen von Daten untereinander.

(psz)