fapfab: Günstiger "Printer in the cloud" macht dicht

Gute Qualität zum günstigsten Preis: Im Fineart-Test in c't Fotografie 3/2012 hatte der Online-Druckdienst fapfab.de seinerzeit gut abgeschnitten. Jetzt hat der Druckdienst dicht gemacht.

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fapfab: Günstiger "Printer in the cloud" macht dicht
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Von
  • Ralph Altmann

Gute Fineart-Drucke auf hochwertigen Papieren sind teuer und werden nur von wenigen Dienstleistern angeboten. Für Fotografen, die sich etwas mit Farbmanagement auskennen und ihre Bilder selbst für den Druck zu optimieren verstehen, war deshalb der Online-Druckdienst fapfab.de eine günstige Alternative: Im Fineart-Test in Heft 3/2012 der c‘t-DF war fapfab mit Quadratmeterpreisen zwischen 31 und 82 Euro nicht nur der günstigste Anbieter, sondern war auch in der Qualität Spitze. Nun wurde fapfab geschlossen. Als Grund nennt die dahinter stehende Firma jam fineartprint den hohen Aufwand, der nötig gewesen sei, um den Dienst an ständig neue Browser-Generationen anzupassen. Anscheinend hatte man auch Ärger mit Kunden, die mit der Oberfläche nicht zurecht kamen oder ihre Bilder doch nicht optimal vorbereitet hatten und dann mit der Qualität nicht zufrieden waren.

Ob Ihr Druckdienstleister die versprochene Druckqualität einhält, können Sie mit einem zusätzlich ausgedruckten Teststreifen überprüfen. Die bei jam fineartprint angeboten Papiere sind zum großen Teil nach diesem Verfahren zertifiziert.

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fapfab verstand sich als „printer in the cloud“: Man platzierte die hochgeladenen Bilder selbst auf den 60, 80 oder 110 Zentimeter breiten Papierbahnen und konnte so bei geschickter Anordnung viel Geld sparen. Die Abrechnung erfolgte nach verbrauchter Länge in 10-Zentimeter-Schritten. Es standen sowohl Standard- als auch hochwertige Fineartpapiere zur Auswahl, es gab durchgängiges Farbmanagement und auf Wunsch wurden die Bilder – als einzige Dienstleistung – gegen einen geringen Aufpreis auch beschnitten.

Ehemaligen fapfab-Kunden will die Mutterfirma nun den Umstieg zu jam-fineartprint mit einem dauerhaften 20-Prozent-Rabatt schmackhaft machen. Doch auch mit Rabatt kosten die jam-Drucke durchschnittlich das Doppelte, bei ungünstigen Formaten wie Panoramen sogar das Drei- bis Vierfache.

Bei jam sind die Preise nach der Summe aus Breite und Höhe des Bildes in 25-Zentimeter-Schritten gestaffelt. Beispielsweise erhält man für 19,30 Euro maximal einen A3-Druck (Breite+Höhe rund 72 cm) auf Harman Gloss Baryta, im A3+-Format (Breite+Höhe rund 78 cm) kostet das gleiche Bild schon 32,50 Euro. Bei fapfab hatte man für drei Euro mehr zwei A3+-Bilder plus ein paar Postkarten drucken können. Dafür sind bei jam eine individuelle Beratung, die Kontrolle auf Farbprofil, Bildmaße, Schärfe und Tonwerte sowie kleinere Korrekturen im Preis enthalten. (keh)