MWC: Smartphone im Kompaktkamera-Look von Lenovo

Lenovo stellt mit dem Vibe Shot ein Smartphone vor, das nicht nur aussieht wie eine Kompaktkamera, sondern auch dessen Funktionen nachahmt. Es ist aber flacher als die Hybriden aus Smartphone und Kamera.

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MWC: Smartphone im Kompaktkamera-Look von Lenovo

Von hinten sieht das Lenovo Vibe Shot fast wie eine Kompaktkamera aus. Ein Dreifach-Blitz soll fĂĽr bessere Aufnahmen sorgen.

(Bild: Lenovo)

Lesezeit: 2 Min.

Fotografie wird wichtiger bei Smartphones und ist längst eines der großen Unterscheidungsmerkmal um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Lenovo spendiert seinem neuen Android-Smartphone Vibe Shot daher unter anderem einen ungewöhnlichen dreifarbigen Blitz, der sich schlechten Lichtbedingungen besser anpassen soll, und einen Autofkus mit Infrarot-Unterstützung. Ein optischer Bildstabilisator sorgt für weniger verwackelte Bilder vom 16-Megapixel-Sensor.

Lenovo setzt den Kamera-Anspruch auch im Design um, lässt die Rückseite des Android-Smartphones wie bei einer Kompaktkamera wirken, spendiert dem Gerät einen Auslöseknopf und einem Knopf um weitere Einstellungsmöglichkeiten für die Kamera aufzurufen. Auf einen großen Sensor und ein vorstehende Zoom-Objektiv verzichtet Lenovo allerdings. Kamera-Hybriden wie die Panasonic Lumix Smart Camera oder das Samsung Galaxy K Zoom gehen da eine Schritt weiter, sind aber auch deutlich dicker als das Lenovo-Smartphone mit 7,3 Millimetern.

Als Smartphone kann sich das Vibe Shoot sehen lassen: Das 5-Zoll-Display zeigt 1920 ×1080 Pixel, im Gerät stecken ein Achtkern-Prozessor mit 64-Bit und 3 GByte Arbeitsspeicher. Gleich zwei Nano-SIM-Slot hat Lenovo spendiert, mit beiden lässt sich auch LTE nutzen. Der nicht wechselnder Akku hat 2900 mAh.

Lenovo Vibe Shot (5 Bilder)

Das Lenovo Vibe Shot ist von vorne ein herkömmliches Android-Smartphone mit Achtkern-Prozessor und FullHD-Display (Bild: asp)

Auf dem Smartphone läuft das aktuelle Android 5.0, dass Lenovo optisch deutlich verändert hat. Statt der üblichen Android-Buttons gibt es drei schlecht erkennbare Sensortasten. Die zusätzlichen Kamerafunktion werden über einen Schiebeschalter an der Gehäuseseite freigeschaltet. Ob die Kamera auch RAW-Bilder aufnimmt, ließ Lenovo auf Nachfrage vorerst offen. Ausprobieren konnten wir die Kamera noch nicht, denn das Gerät am Lenovo-Stand litt unter Hitzeproblemen. So ließ sich die zuständige App nicht öffnen, der Bildschirm blieb schwarz.

Ab Juni soll das Vibe Shot für 350 US-Dollar in rot, weiß und grau erhältlich sein, allerdings wohl wie die anderen Smartphones von Lenovo nicht in Deutschland.

Update 2.3. 17:00 Uhr: Ursprünglich stand in der Meldung, dass Samsung die Oberfläche verändert hätte. Das ist natürlich Unsinn und wurde korrigiert. (asp)