Ausprobiert: Smartphone per Augen entsperren
PINs, Wischgesten und Fingerabdrücke will ZTE beim Grand S3 überflüssig machen. Das Smartphone scannt das weiße im Auge des Nutzer und entsperrt anschließend das Display. Auf der Mobilfunkmesse MWC konnten wir Eyeprint ID ausprobieren.
Das Entsperren des Smartphones geht den Herstellern noch nicht schnell und einfach genug, denn nach den Fingerabdrucksensoren kommt jetzt der Augen-Scanner. ZTE hat einen solchen in sein Smartphone Grand S3 eingebaut. Die Technik stammt von der US-amerikanischen Firma EyeVerify und nennt sich Eyeprint ID.
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Die Software merkt sich individuelle Eigenheiten des weißen Teils der Nutzeraugen, also beispielsweise den Verlauf der Adern. Dafür muss man mehrere Sekunden lang in die Linse starren und bestimmte Punkte auf dem Display fokussieren. Ist das geschafft, kann man alternativ zu den üblichen Entsperrmethoden die Augenerkennung wählen. Schlechte Beleuchtung oder eine Brille sollen die Funktion nicht beeinträchtigen. Zumindest Letzteres konnten wir in einem Kurztest bestätigen.
Schneller als mit der klassischen Wischgeste lässt sich das Display mit den Augen nicht entsperren. Generell erinnert die Methode an die in Android integrierte Gesichtserkennung. Diese ist allerdings auf helle Lichtbedingungen angewiesen. Zu Probezwecken versuchten wir das Smartphone mit einem zuvor aufgenommenen Video der Augenpartie des Nutzers zu täuchen – ohne Erfolg. Auch Alcatel Onetouch will Eyeprint ID in seinem Idol 3 einsetzen. Dieses gab es auf der Mobilfunkmesse MWC aber nur in einer unfertigen Version zu sehen.
Wer die Eyeprint ID auf dem eigenen Android-Smartphone oder iPhone ausprobieren möchte, kann sich die entsprechende App auf der Seite des Entwicklers herunterladen. (hcz)