Musikverteilsystem: Sonos feiert 75 Jahre Blue Note und bringt neue Controller-Software

Sonos will Jazz-Liebhabern etwas Besonderes bieten: Eine "Sammleredition" Play:1 Blue Note für das Musikverteilsystem. Außerdem gibt es entscheidende Verbesserungen bei der Controller-Software für Tablets und Smartphones.

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Musikverteilsystem: Sonos feiert 75 Jahre Blue Note und bringt neue Controller-Software
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Von
  • Jürgen Kuri
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75 Jahre Blue Note. Was für ein Geburtstag für ein Label, das Jazz-Geschichte geschrieben und Jazz-Stile geprägt hat – mit Musikern wie Miles Davis, John Coltrane, Ornette Coleman, Thelonious Monk, Cannonball Adderley, Herbie Hancock, Horace Silver, Terence Blanchard usw. usf. Also für Jazz-Liebhaber wirklich ein Grund zu feiern – und wer das Sonos-Multiraum-Musiksystem einsetzt oder dieses plant, kann das mit einer Play:1 Blue Note tun.

Sonos Play:1 Blue Note (3 Bilder)

(Bild: Volker Weber)

Sonos bezeichnet die Ausgabe des einfachsten drahtlosen Lautsprechers für ihr Musikverteilsystem als Sammlerstück: Statt in Schwarz oder Weiß kommt die Play:1 Blue Note passend in einem Blau-Verlauf daher. Außerdem gibt es neben zwei öffentlichen Blue Note-Musikkanälen für alle Sonos-Nutzer einen exklusiven Kanal namens "Blue Note Artist Selects" für Besitzer der Play:1 Blue Note.

Von der Play:1 Blue Note wird es nur 4.100 Stück geben – und der Verkaufsstart ist in Deutschland am Donnerstag, 5. März 10 Uhr, exklusiv über den Sonos-Onlineshop. Zu diesem Zeitpunkt geht dann auch der Kanal "Blue Note Artist Selects" online.

Kostenpunkt des "Sammlerstücks": 250 Euro, also 50 Euro teurer als eine normale Play:1. Außer der Sonderlackierung und dem speziellen Musikkanal unterscheidet sich die Blue Note-Edition in der Hardware nicht von der normalen Play:1: In dem nur 16 Zentimeter hohen Netzwerklautsprecher in Form einer Kaffeedose steckt ein Zweiwegesystem und eine digitale Endstufe nebst Funkmodul, mit dem sich der Speaker ins Sonos-Netzwerk einbinden lässt.

Der Play:1, und unterschiedlos auch der Play:1 Blue Note, ist als erstes Gerät von Sonos als Mono-Gerät ausgelegt. Wie seine größeren Geschwister Play:3 und Play:5 lassen sich aber auch zwei Geräte zu einem Stereoverbund zusammenschalten. Durch das versiegelte Gehäuse soll der Play:1 selbst in Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit geschützt sein – sogar gegen Wasserdampf bei laufender Dusche.

Ein Hoch- und ein Mitteltöner, die jeweils von einem eigenen Treiber versorgt werden, sorgen für einen überraschend voluminösen Klang, der auch auf Bässe nicht verzichten muss. Ob einem die schicke Lackierung und der zusätzliche Musikkanal sowie das Gefühl, einen recht exklusiven Drahtlos-Lautsprecher erworben zu haben, der Aufpreis wert ist, ist den Jazz-Liebhabern anheim gestellt – zumindest die schon anhörbaren öffentlichen Blue-Note-Kanäle bieten jedenfalls eine ansprechende Musikzusammenstellung.

Fast parallel zur Veröffentlichung des Play:1 Blue Note bringt Sonos auch eine neue Software-Version heraus. Die Ausgabe 5.3 verbessert vor allem die Controller-Software für Tablets und Smartphones. Vor allem die recht umständliche Bedienung auf Tablets wurde entscheidend verbessert, außerdem wird der Platz auf dem Bildschirm besser genutzt: Es gibt nun eine Ansicht, in dem das Cover des aktuell abgespielten Albums sowie alle Information zum aktuellen Titel und die Steuer-Elemente für den Player angezeigt werden.

Sonos Controller-Software Version 5.3 (7 Bilder)

Die Controller-Software von Sonos bietet nun auch auf Tablets eine Ansicht auf die Musik ohne dauerhaftes Einblenden der Musik-Dienste.
(Bild: Jürgen Kuri)


Auf Wunsch lässt sich auch die aktive Playliste einblenden. Über ein Aufklapp-Menü kann man schnell zwischen Räumen wechseln, ebenso lässt sich ein Menü mit den verfügbaren Musikdiensten und der Musikbibliothek aufklappen. Per Wischgeste ist dies natürlich auch möglich. Das alles sind entscheidende Verbesserung der Controller-Apps für Tablets – für Smartphones waren dagegen nur leichtere Anpassungen notwendig, da diese etwa eine Cover-Ansicht mit aktuellem Titel ohne ständige Einblendung der Musikdienste/-bibliothek bereits kannten. Die Controller-Software für den PC hat sich dagegen nicht weiter verändert. (jk)