Virtuelle Kreaturen: 3D-Figuren mit optischer Täuschung

Das nächste 3D-Konzept: Ein kanadisches Start-up lässt virtuelle Figuren und Objekte mit Hilfe eines Prismas in einem durchsichtigen Kasten erscheinen.

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3D-Figuren mit optischer Täuschung
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Von
  • Sascha Mattke

Das kanadische Start-up H+ entwickelt eine Art Spiele-Kasten, in dem dreidimensionale Figuren und Objekte erscheinen und sich mit einem Smartphone steuern lassen. Das Gerät mit dem Namen Holus soll vor allem für Spiele und andere Aktivitäten mit Freunden dienen, berichtet Technology Review.

Technisch macht sich Holus einen alten Optik-Trick namens Pepper’s Ghost zunutze. Dabei wird ein verstecktes Objekt über eine Glasscheibe reflektiert, so dass es im Raum zu schweben scheint. Eine moderne Version dieser Technik kam unter anderem bei einem Auftritt des toten Rappers Tupac auf dem Coachella Music Festival 2012 zum Einsatz.

Beim Holus schickt ein Projektor vier Bilder desselben Objekts auf die Wände des Prismas im Inneren des Kastens, in dem sie für den Betrachter ein Einzelbild zu formen scheinen. Die Bilder lassen sich mit einem über Bluetooth oder WLAN verbundenem Smartphone steuern. Berechnet werden sie von einer App auf einem Tablet-Computer oder Laptop, die auch die Veränderungen als Reaktion auf Eingaben am Smartphone steuert.

Ab diesem Frühjahr will H+ Holus für 850 Dollar in einer Home-Version und 950 Dollar in einer größeren Entwickler-Variante über Kickstarter anbieten. Noch allerdings wirken die Bilder primitiver als bei anderen 3D-Konzepten. Und laut Michael Bove, Leiter der Object-Based Media Group am MIT, scheint die H+-Technologie weder holografisch noch wirklich 3D zu sein.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)